Verfahren
Umgehungsstraße für Ruderatshofen und Apfeltrang soll gebaut werden

Der Landkreis Ostallgäu hält am Bau einer Umgehung für Ruderatshofen und den Ortsteil Apfeltrang fest. Dies machte der Kreisausschuss bei seiner jüngsten Sitzung in Marktoberdorf mit einem einstimmigen Beschluss deutlich.

Unter Federführung des Landkreises wird ein Planfeststellungsverfahren für den Straßenneubau eingeleitet. An den Kosten von voraussichtlich 400 000 Euro für das baurechtliche Genehmigungsverfahren beteiligt sich die Gemeinde mit maximal 200 000 Euro.

Seit Jahren tobt der Streit um den Bau der Umgehung. Die Kreisstraße OAL 7 zwischen Marktoberdorf und Kaufbeuren schlängelt sich verwinkelt durch Ruderatshofen. Der beschrankte Bahnübergang gilt nicht mehr als zeitgemäß und die Brücken an der Kirnach sind so marode, dass nicht mal Schulbusse oder größere Traktoren diese befahren dürfen. Der schnelle Bau einer Umgehung scheitert aber am Grunderwerb.

Daher sollen zwei von drei Brücken heuer erneuert und für eine Traglast von 60 Tonnen ausgelegt werden. Durch die dritte alte Brücke bleibt die Durchfahrt aber auf 16 Tonnen beschränkt.

Thomas Kolbinger stellte nun das angestrebte Planfeststellungsverfahren vor. Demnach will der Landkreis als Träger der Maßnahme das Verfahren noch in diesem Jahr einleiten. Die Kreisstraße soll letztlich östlich um Ruderatshofen und Apfeltrang herumgeführt werden.

Mit der Gemeinde Ruderatshofen wurde eine Vereinbarung abgeschlossen. Demnach stimmen sich Gemeinde und Landkreis in allen Verkehrs- und Grundstücksfragen eng ab, die Federführung liegt beim Landkreis. Bis zu einer Summe von 400 000 Euro teilen sich die beiden Partner die Verfahrenskosten, eventuelle Mehrkosten trägt der Landkreis.

Ziel des Landkreises ist es, die Unterlagen für das Verfahren bis zum Frühjahr 2014 komplett vorlegen zu können. Danach gehen die Pläne und Gutachten an die Regierung von Schwaben, die im Planfeststellungsverfahren als Genehmigungsbehörde fungiert.

Zunächst war es Wunsch des Landkreises, die Trassenführung durch ein Bebauungsplanverfahren festzulegen. Die Federführung für die Planung wäre dann bei der Gemeinde gelegen, der Landkreis hätte die Rolle der Genehmigungsbehörde übernommen.

Landrat Johann Fleschhut bedauerte, dass man bisher vor allem beim Grunderwerb nicht weitergekommen sei. Die Umgehung erachte er aber weiter für 'notwendig und sinnvoll'. Daher halte der Landkreis an dem Projekt fest.

Auch Hubert Endhardt (Grüne) machte sich für den Straßenbau stark. Dafür sprächen zwei Fakten: An der B 12 bei Geisenhofen entstehe bald eine neue Anschlussstelle, von der vor allem Marktoberdorf durch die bessere Lkw-Zufahrt für den Traktorenhersteller Fendt profitiere. Zudem stehe die Umwandlung des Fliegerhorsts in Kaufbeuren an.

Aus diesem Grund sei die Umgehung nötig. Sowohl die B 12-Auffahrt (Kosten 1,4 Millionen Euro) als auch die Umgehung (8,7 Millionen) stehen beim Kreis ab 2014 in der Finanzplanung.

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