Ausschuss
Umfangreiche Sanierung steht in Sulzschneid an

Erst war es nur die Dachkonstruktion, die nach Expertenmeinung dringend erneuert werden muss. Inzwischen ist eine energetische Sanierung der Mehrzweckhalle in Sulzschneid nötig. Und im Zuge dessen soll, dem Wunsch der Vereine entsprechend, das Gebäude erweitert werden. Eine erste Kostenschätzung liegt bei rund 1,2 Millionen Euro, wobei die Erweiterung allein mit 264 000 Euro zu Buche schlägt.

In einem Rutsch nicht zu leisten

Dass Handlungsbedarf besteht, erkannte der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung an. Unklar blieb, in welchem Zeitrahmen das Projekt umgesetzt wird. Nur so viel stand für viele fest: In einem Rutsch ist das aus finanziellen Gründen nicht zu leisten. Außerdem ist die Frage offen, wie viel Eigenleistung die Sulzschneider beisteuern können, was – so wurde in der Sitzung deutlich – ein nicht unerheblicher Faktor bei der Entscheidungsfindung ist. Ebenso muss geklärt werden, wie Zuschüsse vom Fußballverband und vom Schützenbund fließen.

Bei einem Ortstermin informierten sich die Stadträte. Das Ergebnis: Die Halle braucht einen zweiten Fluchtweg, die Fußballer benötigen eine dritte Kabine, die Schützen einen Auswerte- und einen Umkleideraum, ein Lager für Stühle und Tische fehlt, die Musikkapelle ist wegen gestiegener Mitgliederzahl schon ins Pfarrheim ausquartiert.

Das Fazit von Ortssprecher Roland Müller: 'Die Halle entspricht vielen Belangen nicht.' Sie sei vor gut 30 Jahren gebaut worden, um das Vereinsleben zu fördern – was 'hervorragend geklappt' habe. Nach dem Schließen der Wirtshauses sei die Halle als einziger Treffpunkt geblieben. Außerdem sei Sulzschneid der einzige Ortsteil, der sich bei der Eingemeindung von Marktoberdorf eine Halle habe festschreiben lassen.

Dieses Argument, um die Stadt Marktoberdorf in die Pflicht zu nehmen, ließen die Ausschussmitglieder nach so vielen Jahren nicht gelten.

In spätestens drei Jahren handeln

Drängendstes Problem sei das Hallendach, unterstrich Thomas Geier vom Planungsbüro IGS. Innerhalb 'von zwei, drei Jahren muss gehandelt werden'. Die Sanierung einschließlich Wärmedämmung koste netto 81 000 Euro. Der größte Brocken von annähernd 290 000 Euro netto seien die Arbeiten an der Fassade einschließlich Baumeisterarbeiten und Ersatz der Fenster.

Stadtbaumeister Peter Münsch erinnerte an die Energieeinsparverordnung, die bei solchen Projekten eingehalten werden müsse.

Erweiterung in Richtung Osten?

Eigentlich müsste auch die Bodenplatte im Schützenraum gedämmt werden, fuhr Geiger fort. Das habe zur Folge, dass alle Türstöcke und Türen ersetzt werden müssten. Dies stehe wahrscheinlich in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Der Entwurf sieht eine Erweiterung in Richtung Osten vor. Ob diese auch auf einer anderen Seite möglich sei, fragte Peter Grotz (Freie Wähler) nach. Prinzipiell ja, antwortete Christoph Schreiber vom Stadtbauamt.

'Langsam tun und überlegen, was wir uns in welchen Schritten leisten können', riet nach Clara Knestel (Grüne) auch Jutta Jandl (SPD) mit Verweis auf andere, noch größere Projekte. Sie standen mit dieser Auffassung nicht allein. Deshalb schlug Bürgermeister Werner Himmer vor, rechtzeitig von der Etatberatungen einen weiteren Entwurf anfertigen zu lassen.

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