Stadtrat
Umbau von Marktoberdorfer Schulen steht vor der Tür

Lange sah es nach weiteren Verzögerungen aus, nun aber setzte der Stadtrat den nächsten Schritt in Sachen Bau der St. Martinsschule und Erweiterung der Adalbert-Stifter-Schule. Er ermächtigte die Verwaltung einstimmig, einen Architektenwettbewerb für die Projekte zu starten.

Ebenso entschied das Gremium, an der Stifter-Schule einen zwei- und an der Martinschule einen dreigruppigen Hort einzurichten. Die Erweiterung der Stifter-Schule erscheint weniger problematisch. Aufgrund des geringeren Auftragsvolumens für die fehlenden Räume sei eine Ausschreibung im Kreise von vier bis fünf regionalen Architekten möglich, so Stadtbaumeister Peter Münsch.

Bedingung: Sie sollten in den vergangenen fünf Jahren eine Schule im Passivhausstandard realisiert haben. Für den Um- und Neubau an der Martinschule einschließlich Hort, Kindergarten und Sporthalle sei eine europaweite Ausschreibung nötig.

Sechs Quadratmeter mehr

Zuvor hatten die Stadträte erneut das Für und Wider größerer Klassenräume diskutiert. Die maximale Fördergröße liegt bei knapp 64 Quadratmeter. Trotzdem favorisierte das Gremium mehrheitlich – wie vom Bauausschuss empfohlen – eine Größe von 70 Quadratmeter, zumal die Eingliederung behinderter Kinder in den regulären Schulbetrieb anstehe.

Ein Gegenargument war die laut Gutachten sinkende Kinderzahl. 'Wir sollten keine Luxusschule bauen, sondern eine, die den Ansprüchen genügt', erklärte Andreas Wachter (CSU). Eine ähnliche Meinung vertrat Peter Fendt (Bayernpartei).

'Bei zehn Klassen reden wir von einer Fläche von 60 Quadratmetern – und das bei einer bebauten Gesamtfläche von 2000 Quadratmeter', hielt Wolfgang Schmid (Freie Wähler) entgegen. Das bedeute Mehrkosten von rund 150 000 Euro, rechnete Münsch vor. Für Bürgermeister Werner Himmer waren 'nicht nur die Finanzen entscheidend, sondern auch die Pädagogik'.

Ulrike Wieser (SPD) forderte, mit allen Beteiligten – Architekten, Lehrern, Rektoren und Verwaltung – ein Konzept für eine inklusive Schule zu entwickeln. Es solle eine Schule entstehen, 'in die jeder gern geht'.

Auch nach Ansicht von Axel Maaß (Grüne) soll eine moderne Schule entstehen, die die pädagogischen Belange berücksichtigt. Dabei sollten, ergänzte Eduard Gapp (CSU), die Architekten die Freiheit haben, 'vernünftige Klassenräume mit Gruppenräumen dazwischen' zu planen.

Aus Gründen der Förderung sollten beide Schulen als fünfzügige Schullandschaft ausgebildet werden, wobei die Stifter-Schule möglichst ab dem Schuljahr 2012/13 einen Ganztageszug erhalten soll. Die Genehmigung steht noch aus.

Weniger Diskussion gab es in Bezug auf die Hortgröße. Derzeit werden an der Stifter-Schule 50, an St. Martin 85 Kinder betreut. Daraus ergab sich ein Bedarf von zwei Gruppen an der Stifter- und von drei an der Martinsschule.

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