Integration
Übergangseinrichtung für Wohnsitzlose in Marktoberdorf: Lösung gefunden

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Eine Wohneinrichtung für Obdachlose in Marktoberdorf wurde viel diskutiert und ist auf Kritik gestoßen. Der Bedarf einer solchen Unterkunft ist aber weiterhin da. Jetzt konnten der Bezirk Schwaben, die Kommune und der Träger der Einrichtung eine Lösung finden, die für alle Beteiligten akzeptabel scheint. Wie der Bezirk Schwaben mitteilt, soll in Marktoberdorf eine Einrichtung mit zehn statt den bisher angedachten 30 Plätzen entstehen. Für die übrigen Plätze sei man mit anderen Standorten in Verhandlung.

Die Pläne einer Übergangseinrichtung für Menschen in sozialen Schwierigkeiten in Marktoberdorf wurden besonders im Herbst 2018 diskutiert. Der Bedarf einer solchen Einrichtung in der Nähe des eigentlichen Wohnorts sei auch im Allgäu da. Die Stadt sah sich aber mit dem dadurch steigenden Integrationsbedarf überfordert. Zudem befürchteten Marktoberdorfer Bürger wohl, die in der Einrichtung untergebrachten Menschen, könnten straffällig werden.

Dass eine einvernehmliche Lösung gefunden werden musste, war für Bezirkstagspräsident Martin Sailer wichtig: „Einerseits haben wir den Auftrag, uns um die betroffenen Menschen zu kümmern, andererseits kann das aber nur gut geschehen, wenn auch das Umfeld vor Ort dafür bereit ist.“

Um allen Anforderungen gerecht zu werden und die Sorgen der Straffälligkeit zu reduzieren, soll in der Einrichtung in Marktoberdorf stark reglementiert werden, wer dort einen der zehn Plätze bekommt. Menschen, die aufgrund einer schweren Straftat verurteilt worden waren, werden laut Mitteilung des Bezirks Schwaben anderweitig integriert. 

Die Maßnahmen, die die Integration auf mehrere Standorte verteilen, erhöhen zwar den Aufwand, seien aber auch im Sinne der Betroffenen. Der Betreiber der Einrichtung teilt mit, dass ihm eine gute Zusammenarbeit mit den Kommunen äußerst wichtig sei. Sollten sich Bewohner der Einrichtung nach ihrer Zeit dort in der Region niederlassen, wolle man sie auch weiterhin ambulant versorgen und beraten.

Was Marktoberdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell und weitere Beteiligte aus der Kommunalpolitik zu dieser Einigung sagen, lesen Sie in der Samstagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Marktoberdorf, vom 29.06.2019.

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