Bürgerversammlung Ronsberg 2. Teil
Trotz Schulden kein Stillstand in Ronsberg

Dass es trotz der nicht gerade rosigen Finanzlage des Marktes Ronsberg nicht zu einem Stillstand im Ort gekommen sei, betonte Bürgermeister Gerhard Kraus im zweiten Teil seines Rechenschaftsberichtes in der Bürgerversammlung. So konnten der neue Wertstoffhof eröffnet, der Bauhof verlegt, der Kindergartenvorplatz gerichtet und einige Wasserrohrbrüche aufgespürt und beseitigt werden.

Blockheizkraftwerk geplant

Weitere laufende und planerische Maßnahmen für die kommenden Jahre sind die Bauleitplanung mit einer geologischen Untersuchung zum möglichen Baugebiet Süd-West, der Kanalbau in der Mühl-, Statt- und Peter-Fühner-Straße, die Überplanung des Kanalnetzes, die Langzeitmessung des Grundwasserpegels und das Generalwasserversorgungskonzept, das Energiemanagement der gemeindlichen Liegenschaften (Planung eines Blockheizkraftwerkes für Schule, Rathaus und Mehrzweckhalle), die Breitbandversorgung, Brandschutzmaßnahmen im Kindergarten sowie der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße auf der östlichen Höhe.

Die Einrichtung einer Krippe im Kindergarten wurde bereits beschlossen, die restlichen Ausbaumaßnahmen werden laut Kraus in 2013 fertiggestellt. Hinzu kommt eine größere Ausgabe im Rahmen des Schulverbandes für die Sanierung der Mittelschule Obergünzburg.

Für den Wertstoffhof, der vom Landkreis errichtet wurde, hatte die Gemeinde Ronsberg 39 000 Euro für Wasser- und Kanalanschlüsse sowie Planungskosten in Höhe von 6700 Euro aufzubringen. Beim neuen Bauhof bei der Kläranlage (73 000 Euro) handelt es sich um einen Mietkauf: die Kommune zahlte 20 000 Euro an, im Monat sind 557 Euro zu entrichten und nach Ablauf von zehn Jahren gehört die Halle der Gemeinde.

Die Restsumme könne aber auch jederzeit getilgt werden, so Kraus. Das Salzsilo mit Fundament wird rund 18 000 Euro kosten. Der Kindergartenvorplatz mit dem Anschluss an die Entwässerung wurde für 13 000 Euro hergestellt.

Nach Lecks im Wasserleitungsnetz wird auch im nächsten Jahr mit elektronischen Messungen flächendeckend gesucht. Bisher konnten sechs undichte Stellen beseitigt werden, was rund 100 Kubikmeter weniger Wasserverlust erbrachte. Weitere drei Rohrbrüche seien bekannt, diese werden laut Kraus demnächst angegangen.

Ein weiterer Punkt zur Wasserversorgung war die Absicht, ausschließlich die Mindelquelle dafür heranzuziehen und die Seesenquelle nur noch als Reserve zu erhalten. Bürger Adolf Zeisele meinte dagegen, die Seesenquelle sollte nicht aufgegeben werden, weil dieses Wasser in den Hochbehälter laufe, das aus der Mindelquelle müsse gepumpt werden. Er wollte wissen, wie hoch der Strombedarf dafür ist, was ihm aber der Bürgermeister nicht aus dem Stegreif beantworten konnte.

Für die nötige Ausweitung des Schutzgebietes für die Seesenquelle, so Kraus, müssten rund 40 000 Euro aufgebracht werden. Der Druck bei einer Wasserspiegelhöhe von drei Metern im Hochbehälter reiche zwar für jedes Haus im Ort aus, für eine Löschwasserversorgung in höheren Lagen allerdings nicht mehr.

Bei einem erforderlichen neuen Hochbehälter, der höher zu stehen käme, würden ebenfalls Pumpkosten anfallen. Aber die Leitung der Seesenquelle werde weiterhin gespült, zudem bestehe mit Obergünzburg die Möglichkeit eines Notverbundes.

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