Tierschutz
Traumberuf und Weltrekord: Tobias Blaha aus Marktoberdorf ist jüngster aktiver Zoodirektor

Tobias Blaha mit einem Gelbhaubenkakadu.
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  • Tobias Blaha mit einem Gelbhaubenkakadu.
  • Foto: Anouk Tank
  • hochgeladen von Stephanie Eßer

Astronaut, Feuerwehrmann oder Richter: Als Kind hat man so manchen Berufswunsch. Doch nur die wenigsten werden später genau das, wovon sie als Kinder geträumt haben. Tobias Blaha aus Marktoberdorf ist das gelungen und er hat damit sogar einen Weltrekord aufgestellt.

Geprägt wurde er durch seine Familie, die schon vor seiner Geburt verschiedene Tiere wie Schafe, Ziegen und Esel gehalten hat. „Ich wurde sozusagen in die Tierwelt hineingeboren“, lacht Blaha. Schon als Kind war ihm klar, dass er einmal in einem Zoo arbeiten wollte. Seitdem hat er immer auf dieses Ziel hingearbeitet.

Der gebürtige Marktoberdorfer hat Tiermedizin in München studiert, ist staatlich geprüfter Tierpfleger in der Fachrichtung Zoo und konnte praktische Erfahrung in verschiedenen Zoos wie München, Budapest und dem Loro Parque auf Teneriffa sammeln. Mit der Tierrettung München war er sogar im Fernsehen zu sehen.

Für den Beruf ging Tobias Blaha in die Schweiz, wo er zunächst als Geschäftsführer in einem Luzerner Zoo arbeitete. Am 1. April 2018 hat er dann einen Weltrekord erzielt. Mit nur 27 Jahren und 6 Monaten trat er die Stelle als alleiniger Direktor des „Park Pierre Challandes“ in Genf an. Damit wurde er zum jüngsten aktiven Zoodirektor der Welt ernannt.

Doch viel wichtiger als sein Rekord sind Blaha die Aufgaben und Herausforderungen im Park. „Zoos sind wichtiger denn je und dienen nicht mehr nur der reinen Unterhaltung“, erklärt er. Da immer mehr Menschen in den Städten leben, finde eine Art Naturentfremdung statt. Mit seinem Team setzt er sich deshalb dafür ein, die Menschen wieder mehr mit der Natur und den Tieren vertraut zu machen und über die Erhaltung aufzuklären.

Der Park Pierre Challandes beherbergt über 600 Individuen aus 90 Arten, darunter verschiedene Vögel, Primaten und Großkatzen. Besonders stolz ist der Zoo auf die erste Nachzucht von Kattas in der Genfer Geschichte.

Als gemeinnützige Organisation wird der Park durch Mitgliederbeiträge und Spenden finanziert. Das mache die Arbeit nicht ganz so einfach, als würde man Gelder von den Städten erhalten. „Die Menschen aus der Region unterstützen den Zoo, halten an dem Projekt fest und setzen sich für den Natur- und Tierschutz ein“, so Blaha.

Auf die Frage, welche Meilensteine jetzt noch auf den Weltrekord folgen können, lacht Tobias Blaha. „Besonders wichtig ist mir, den Park weiterzuentwickeln und möglichst viel für den Natur- und Tierschutz zu tun.“ Blaha möchte den Zoo als Diskussionsform nutzen, um einen direkten Kontakt zwischen Mensch, Tier und Natur herzustellen. „Mit unserer Arbeit wollen wir auch Kinder für die Natur begeistern, aufmerksam machen und ihr Interesse wecken.“

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