Energieteam
Startschuss: Obergünzburg und Günzach verstärken Zusammenarbeit zur Energiewende

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In enger Zusammenarbeit wollen die beiden Kommunen Obergünzburg und Günzach in den nachhaltigen Klimaschutz einsteigen. An ihrer Seite steht dazu je ein Energieteam, das seine beruflichen und privaten Kompetenzen in das neue Gremium einbringen möchte. Ebenso unterstützen die Mitarbeiterinnen Dr. Kerstin Koenig-Hoffmann und Leonie Wiesiollek des Energie- und Umweltzentrums Allgäu (eza) die künftigen Klimaschützer. Von einer weiteren 'Vorreiterrolle zur interkommunaler Zusammenarbeit' sprachen die Bürgermeister Brigitte Schröder und Lars Leveringhaus.

Nicht nur Vorteile für die beiden Kommunen durch gemeindliches Energiesparen, sondern auch 'einen Gewinn für die Bürger' sieht Brigitte Schröder. Oft reichten schon geringe Änderungen im Verhalten oder an der Technik, um Energie zu sparen und damit die Umwelt zu entlasten.

Vielleicht finde sich auch noch eine Lösung für die Abwärme-Nutzung beim Technocell-Werk in Günzach, dessen Restenergie 'sinnlos in die Luft geblasen wird'. Die Günzacher Bürger wären jedenfalls laut einer Umfrage bereit, diese Wärme abzunehmen, um die natürlichen Ressourcen zu schonen.

Eine 'günstige Ausgangslage zur Kooperation der beiden Gemeinden' stellte Leveringhaus fest. Er hofft, dass sich für die Kommunen und ihre Bürger Handlungsempfehlungen und Aktionen ableiten werden, um den Geldbeutel und die Umwelt zu entlasten.

Laut Information von eza fordert das bayerische Energiekonzept bis 2021 über 50 Prozent Anteil an erneuerbaren Energien. Daher sollte in der Region eine nachhaltige Wertschöpfung erfolgen, statt die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu bedauern. Günzach habe bei den Fotovoltaik-Anlagen bereits einen recht hohen Stand erzielt.

Pumpentauschaktion in Kürze

Wie die Klimaschutzberaterin Wiesiollek ausführte, werden zuerst die Ist-Zustände erfasst. Dies führe dann zum Erstellen einer aussagekräftigen Energie- und CO2-Bilanz sowie zu Leitprojekten und Handlungsoptionen.

Beim Erarbeiten von Leitzielen sei die Information und Einbindung der Bürger wünschenswert. Als erste 'greifbare' Maßnahme wurde vom Energieteam eine Pumpentauschaktion beschlossen.

Dabei sollen die 'Stromfresser' im Keller von energieeffizienten Pumpen abgelöst werden. Diese bringen über 50 Prozent Stromersparnis, der Tausch-Ablauf wird im Gemeindeblatt bekannt gegeben.

Als weitere Maßnahme kaufen die beiden Kommunen Strommessgeräte, die an die Bürger zur Feststellung des Stromverbrauchs von Kühltruhe, Fernseher und mehr unbürokratisch ausgeliehen werden sollen.

Nicht zuletzt beschloss das Klimaschutzteam, dass in den Gemeinde-Infos und im Internet künftig unter der Rubrik 'Klimaschutz' auch Energiespartipps veröffentlicht werden.

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