Museumstag
Städtische Museen beteiligen sich an internationalem Aktionstag

«Museen als unser Gedächtnis», unter diesem Motto stand der Internationale Museumstag, zu dem auch die städtischen Museen ihre Pforten öffneten. Dort erwarteten die Besucher liebevoll aufbereitete Ausstellungen, sachkundige Führungen und so manche unerwartete Entdeckung. Als Publikumsmagnet erwiesen sich die Super-8-Filmvorführungen von Kurt Puntschuh aus Seeg im Stadtmuseum. Bereits als Jugendlicher hatte er sich eine Filmkamera gekauft und damit seine Leidenschaft für die Eisenbahn auf Zelluloid gebannt. So kamen die zahlreichen, interessierten Museumsbesucher in den Genuss von Aufnahmen aus dem Jahr 1970, die eine Güterzugfahrt von Marktoberdorf nach Lechbruck dokumentierten. Ein zweiter Kurzfilm von 1974 zeigte den Rückbau und den Abbau der Lechbrucker Bahn. Als Schmankerl gab es noch Aufnahmen von einer Dampfzug-Sonderfahrt.

Gründlich ausgemistet

Im Paul-Röder-Museum präsentierte die hauptamtliche Museumskraft der Stadt, Katharina Maier, in einer Führung die neu gestalteten Räumlichkeiten. «Über 180 Gemälde sowie umfangreiche Sammlungen und Einrichtungsgegenstände umfasst der Nachlass des Malers Paul Röder,» erklärte sie, «viel zu viel, um das alles im räumlich beengten Museum zu zeigen.» Maier hat daher gründlich «ausgemistet», sprich eine Auswahl unter den Exponaten getroffen. Jeder Raum hat einen Namen nach einer Lebensstation des Künstlers erhalten, die ausgestellten Bilder und Sammlungsgegenstände wurden neu beschriftet, an den Türen befinden sich erklärende Texte. «So kann jeder Museumsbesucher das Leben Paul Röders nachvollziehen und erfährt Hintergrundwissen zu seinen Werken,» informierte sie.

Ein Stockwerk tiefer, im Riesengebirgsmuseum, wurde Gottlieb Fischer nicht müde, über die Geschichte des Riesengebirges und seiner Bewohner zu erzählen. Sein Rundgang führte von Osterbräuchen zu Ortsplänen, von Trachten zu Gebrauchsgegenständen und Werkzeugen, von Krippen zu Wintersportgeräten. Eine kurze Diaschau zeigte, wie es im Riesengebirge und vor allem in Marktoberdorfs Patenstadt Hohenelbe einmal ausgesehen hat. Im Hartmannhaus waren derweil die Museumsbesucher auf den Spuren der Marktoberdorfer Geschichte unterwegs und ließen sich von Winfried Frischmann Anekdoten und Geschichten von einst erzählen.

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