Gebühren
Stadtrat Marktoberdorf hebt Preise für Musikunterricht und Hallenbadbesuche an

Wer das städtische Hallenbad besucht oder ein Musikinstrument lernt, zahlt ab September mehr. Einstimmig empfahl der Finanzausschuss dem Stadtrat, die Preise anzuheben. Bei der Musikschule soll die Erhöhung um durchschnittlich 4,8 Prozent rund 11000 Euro Mehreinnahmen bringen, beim Hallenbad werden die jährlich rund 145000 Badegäste insgesamt 55000 Euro mehr bezahlen. Dennoch waren sich die Stadträte aller Fraktionen einig, dass die Preise weiterhin sozialverträglich und familienfreundlich sind.

Badpreis seit 1998 stabil

Hallenbad Am häufigsten wird im Anton-Schmid-Bad der Stadt eine Einzelkarte für zwei Stunden gelöst. Ihr Preis steigt nun im Normaltarif von 3 Euro auf 3,50 Euro. In der Summe bringt das bei 25904 Einzelkarten (2010) 12952 Euro, bei 16194 reduzierten Einzelkarten nochmal 8097 Euro. An dritter Stelle rangieren 14025 Karten für die zweistündige Nutzung der Sauna mit Bad. Der um einen Euro erhöhte Preis von nun 6 Euro bringt 14025 Euro zusätzlich. Die Preise für das Bad, so Wolfgang Wieder von der Stadtverwaltung, wurden nach der Generalsanierung vor zwei Jahren erstmals seit 1998 erhöht, die Saunapreise sind seit 2004 unverändert. Angehoben werden auch die Pauschalen für Vereine und Schulen.

Bürgermeister Werner Himmer betonte, mit den Preisen sei man auf dem richtigen Weg und decke ein anderes Angebot ab als ein Erlebnisbad. Doris Rößle (FW) lobte, dass in Marktoberdorf die Zahl der Kinder bei einer Familienkarte nicht begrenzt ist. Jutta Jandl (SPD) berichtete, dass das Bad bei Familien - auch aus der weiteren Region - sehr beliebt sei. CSU-Fraktionschef Eduard Gapp nannte die Anpassung << sehr moderat >>. Sein Parteifreund Andreas Wachter regte an, bei der Einzelkarte gleich von 3 auf 4 Euro zu erhöhen, stimmte aber letztlich doch für die maßvollere Erhöhung.

Im Vergleich dazu zahlt ein Erwachsener in Kaufbeuren für 1,5 Stunden Schwimmen 3 Euro, für 3 Stunden 4,50 Euro. Die Familienkarte für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder erhält man dort für 11 Euro.

Anpassung nach zwei Jahren

Musikschule Die Gebühren für die Musikschule wurden erst vor zwei Jahren angehoben. Doch Linie der Stadt ist hier, häufiger, dafür aber in kleineren Schritten zu erhöhen, erklärte Kulturamtsleiter Rupert Filser. Er legte dem Ausschuss eine Liste vor, wie viel der Instrumentalunterricht künftig kosten soll. Die Gebühren für Musikgarten, Früherziehung und Grundausbildung bleiben unverändert. Da vor allem der Gruppenunterricht gefördert werden soll, fiel die Erhöhung beim Einzelunterricht höher aus. So steigt der Jahresbeitrag für 45 Minuten Einzelunterricht von 798 auf 862 Euro (plus 8 Prozent). Der Beitrag für eine dreiviertel Stunde in der Vierer-Gruppe erhöht sich hingegen nur von 260 auf 266 Euro (plus 2 Prozent). Filser begründete dies damit, dass vor allem Gruppenunterricht wichtig sei für eine gesunde Struktur der Musikschule.

Der Einzelunterricht bedeute hingegen eine sehr intensive Förderung mit Exklusivcharakter.

Die Stadträte sahen dies ebenso. Markus Singer (CSU) lobte als Vater von Musikschülern die hohe Qualität der Lehrer. Walter Breiner (FW) stellte die soziale Komponente im Tarif heraus. Andreas Wachter (CSU) schlug hingegen vor, auch die Grundausbildung zu verteuern. Dem widersprach Himmer: Gerade die Grundausbildung ermögliche den ersten Zugang zur Musik, sie solle daher günstig bleiben.

Die beiden Konzepte für die Gebührenerhöhung müssen noch vom Stadtrat gebilligt werden. Dies wird voraussichtlich am kommenden Montag geschehen. Die Tarife treten zum 1. September in Kraft.

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