Schulstandort
Stadträte legen am Montag die Richtung für die St.-Martins-Grundschule fest

«Mein Ziel ist, dass am Montag die Grundsatzentscheidung fällt.» Das hat sich Bürgermeister Werner Himmer für die Stadtratssitzung am Montag um 18.30 Uhr im Rathausanbau vorgenommen. Dann soll endlich Klarheit herrschen, ob die Martinsschule im Zentrum neu gebaut wird, ins Mittelschulgebäude einzieht oder auf der grünen Wiese neu entsteht. Die Verwaltung, so Himmer, favorisiere mittlerweile eine Lösung und werde ihren Vorschlag am Montag auch durch weitere Fakten vertiefen.

Die Entscheidung verschieben, das kommt für Himmer nur infrage, falls dies «zwingend notwendig» wäre. Nach Himmers Angaben wird es am Montag aber keine neuen Fakten mehr geben und die aktuellen Varianten sind den Stadträten schon seit längerem bekannt.

Ehe über die Varianten diskutiert wird, muss der Stadtrat noch über einen Antrag der Bayernpartei entscheiden. Diese wünscht sich einen Bürgerentscheid zur Standortfrage. Die Bürger zum jetzigen Zeitpunkt einzubinden, könnte aber rechtlich schwierig werden.

Bürgerentscheid nur mit Ja oder Nein-Fragestellung

Die Gemeindeordnung sieht nämlich vor, dass im Bürgerentscheid über eine «mit Ja oder Nein zu entscheidende Fragestellung» abgestimmt wird. Momentan sind allerdings bis zu fünf Hauptvarianten im Gespräch. Hinzu kommen weiterreichende Details, etwa ob Schüler aus Rieder und Sulzschneid die Adalbert-Stifter-Schule der Stadt oder die Grundschule der Nachbargemeinde Stötten besuchen sollen. Angesichts dieser vielen Möglichkeiten sieht Himmer derzeit kaum Chancen für einen Bürgerentscheid. Mit einem Stadtratsbeschluss will Himmer vielmehr die Richtung für die künftige Planung vorgeben: Am Montagabend soll entschieden werden, ob die Martinsschule im Zentrum bleibt, in die Mittelschule einzieht oder auf der grünen Wiese neu entsteht.

Die Variante, die alten, verschachtelten Gebäude zu sanieren, scheint allgemein vom Tisch zu sein - auch wenn seit 1998 noch rund eine Million Euro in das Gebäude (einschließlich Turnhalle) investiert wurde. Allein 2010 gab die Stadt 160000 Euro für dringende Brandschutzmaßnahmen aus.

Nach dem Stadtratsbeschluss können weitere Schritte eingeleitet werden. So geht es darum, von der Regierung von Schwaben Klarheit über eine mögliche Förderung zu erhalten. Auch das Raumprogramm muss abgestimmt und ein Planungsauftrag vergeben werden. Himmer geht davon aus, dass die Planung bei der Größenordnung des Projekts europaweit auszuschreiben ist. In der bisherigen Diskussion kristallisierte sich ein zweizügiger Neubau für die Schule im Zentrum als wahrscheinliche Lösung heraus.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen