Immobilien
Stadt Marktoberdorf kauft sieben Anwesen

Man stelle sich eine Einkaufsmeile in Marktoberdorfs Meichelbeckstraße – von der Georg-Fischer- bis zur Kemptener Straße –vor, eine Parkscheune Ecke Eberle-Kögl-/Salzstraße 'an den Toren zur Innenstadt', so Bürgermeister Werner Himmer, sowie denkmalgeschützte Häuser, die den Namen verdienen. Diese Ziele hat er im Kopf, wenn er über die sieben Immobilien spricht, die die Stadt in den letzten zwei Jahren kaufte.

Eine gute Million Euro hat sich die Stadt die Neuerwerbung der Objekte, die laut Himmer 'zentral und günstig liegen', kosten lassen. 'Wenn wir bei der Stadtentwicklung vorankommen wollen, müssen wir als Kommune schauen, dass wir Gebäude zu annehmbaren Konditionen ins öffentliche Eigentum bekommen', erklärt er.

Zuletzt schlug die Stadt bei zwei denkmalgeschützten Gebäuden zu: bei der ehemaligen Gaststätte 'Neue Post' in der Salzstraße, deren Kauf aber noch nicht abschließend abgewickelt ist, und bei der Poststraße 7 (Schmuck Fendt). Für letzteres erarbeitet die Verwaltung nun ein Sanierungskonzept. Dieses will sie demnächst dem Stadtrat vorlegen. Himmer schätzt, dass die Kosten im sechsstelligen Bereich liegen. 'Ich denke, bis Februar oder März können wir das genau beziffern.

' Das 854 m2 große Grundstück des Bürgerhauses an Post- und Jahnstraße verfügt im Norden übrigens über eine schöne Grünfläche. Wenn diese auf Vordermann gebracht wird, könnte sie auch öffentlich genutzt werden, meint Himmer.

Etwas länger hat die Stadt das Gebäude an der Salzstraße 1 (827 m2), das eine Bäckerei und ein Computergeschäft beherbergt, im Besitz. Für dieses erwägt Himmer einen Abriss, zugunsten der erwähnten 'Parkscheune'. Der Stadtrat habe sich damit noch nicht befasst. 'Das ist eine Idee von mir. Planüberlegungen gibt es noch keine.'

Dennoch werde die Stadt das Gebäude nun nicht 'großartig' sanieren, so Himmer, sondern erst mal nur das Nötigste machen. Gleiches gelte für die Objekte an der Meichelbeck- und Kemptener Straße. Wie berichtet, ist für diese Ecke des städtischen Quartiers 'Rathaus' 2012 ein Ideenwettbewerb mit potenziellen Investoren geplant. Dessen Ergebnisse gelte es abzuwarten. Von Seiten der integrierten Stadtentwicklung (ISEK) gebe es nur die Vorgabe, klare Raumkanten und Giebelständigkeit optisch zu erhalten. Neubauten in ähnlicher Form schließe das nicht aus.

'Graf-Hof' fehlt der Stadt

Konkret gehören der Stadt dort nun – neben dem Emmi-Fendt-Haus – die Anwesen Meichelbeckstraße 32 und 34 (insgesamt 1360 m2), das zum Teil an Wolfgang Hannig ('Arthouse') vermietete Objekt Meichelbeckstr. 18 (879 m2) sowie ein Haus an der Kemptener Straße 2 (281 m2). Nur der Eigentümer des 'Graf-Hofs' neben dem Fendt-Haus wolle diesen nicht veräußern, bedauert Himmer: 'Schade. Sonst wäre der ganze Bereich, der ein Dreh- und Angelpunkt der Stadtentwicklung ist, in städtischer Hand.' Ihm zufolge besteht übrigens bei allen sieben Immobilien, die die Stadt kaufte, ein Sanierungsstau. 'Müssten wir die alle ohne Investor sanieren, würde das den Kaufpreis deutlich übersteigen.'

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