Georgiritt
Seit 1997 verkörpert Walter Klöck den Heiligen St. Georg auf dem Auerberg

Eigentlich sah er es am Anfang nur als eine schnelle Idee. Doch heute ist es für ihn eine ehrenvolle Aufgabe: Seit 1997 verkörpert Walter Klöck aus Hofen bei Stötten am Auerberg alljährlich den heiligen Georg beim traditionellen Georgiritt, der am morgigen Sonntag wieder stattfindet. Bereits zum 16. Mal schlüpft der 40-jährige gelernte Kfz-Mechaniker in diese Rolle. Er gibt auch gerne zu, dass er schon ein wenig stolz darauf ist, obwohl er anfangs eher dazu überredet werden musste.

Weil Klöck schon in jungen Jahren öfters am Ritt teilnahm, entschloss er sich eines Tages, dem 'Georgirittverein Auerberg' beizutreten. Bei einer Zusammenkunft habe der damalige Georg-Darsteller Florian Brugger ihn zur Seite genommen und ihn als seinen Nachfolger vorgeschlagen.

Weil Klöck zwar zögerte, sich aber auch nicht gegen diese Idee aussprach, wurde er sogleich bei der Vorstandschaft für diese Rolle vorgeschlagen. Als der Vorsitzende Max Sprenzel die Versammlung nach ihrer Meinung fragte, war die Sache gleich erledigt und fortan hieß der heilige Georg Walter Klöck.

'Es ist ja auch ein Ehre für mich, diese wichtige Rolle zu verkörpern', bestätigt Klöck gerne. Für ihn ist der Georgiritt ein ganz wichtiges Ereignis für die Auerberggemeinden – vor allem für die Gemeinschaft untereinander. Auch in seinem Freundes- und Kollegenkreis habe man ihn stets dazu ermuntert und auch seine Familie sprach ihm gut zu. 'Sie haben mir klar gesagt: Wenn man diese Rolle schon spielen darf, dann sollte man das auch tun', berichtet Klöck.

Und so zieht er sich nun alljährlich das historische Gewand über und steigt auf den Schimmel 'Rocky' der schon viele Jahre den heiligen Georg trägt. Dessen Besitzer ist der Vereinsvorsitzende Max Sprenzel und der kümmert sich während des Jahres um dessen Wohlbefinden.

Ritterrüstung von 1930

Auch sonst sind viele Helfer immer mit dabei, die sich um viele Dinge vor und während des Georgiritts kümmern. So braucht Klöck beispielsweise mehrere helfende Hände, die ihm beim Anlegen der Ritterüstung helfen. Sie stammt aus dem Jahr 1930 und hatte schon viele Einsätze. Damit sie auch gut sitzt, wird sie Klöck auch immer wieder angepasst. 'Es ist richtig schön, dass ich so viele Leute um mich rum habe', erklärt der Georg-Darsteller über die Vorbereitungen für den feierlichen Sonntag am Auerberg. Schon früh sind die Helfer unterwegs und halten alles bereit. 'Mein Tag fängt eigentlich erst richtig an, wenn ich dann aufs Pferd steige', gibt Klöck zu.

Auf die Frage, wie lange er noch diese Rolle übernehmen will, kommt von ihm nur ein breites Lächeln. 'Den Job macht man doch lebenslänglich', wirft dazu Max Sprenzel ein. Eine Bestätigung kommt von Klöck darauf zwar nicht, aber ans Aufhören denkt er die nächsten Jahre noch keineswegs.

Der Georgiritt beginnt morgen um 10 Uhr mit der Abholung der Geistlichen, darunter diesmal auch Bischof Dr. Konrad Zdarsa, an der Auerbergkirche.

www.georgirittverein-auerberg.de

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