Modeon-Gala
Schwarz-Weiß-Ball mit der Showband EM Zwo, Zauberei und Akrobatik

Dustin ließ die Puppen tanzen: Gewagte Überschläge und Riesensprünge legte das betagte Marionetten-Paar aufs Parkett - und das alles in einem wahnwitzigen Tempo: Mit viel Applaus wurde die akrobatische Vorstellung der Dolls Company vom Publikum der Modeon-Gala belohnt. Dies erwies sich im Laufe des Abends als nicht minder tanzfreudig, wenn auch etwas gemäßigter. Ob Walzer, Tango, Samba, Rumba, Cha-Cha-Cha, RocknRoll oder Foxtrott - die Showband «EM Zwo» steuerte bis weit nach 2 Uhr ein schier unerschöpfliches Repertoire zum Tanzvergnügen bei.

Große Nachfrage

Kaum hatte Bürgermeister Werner Himmer den Schwarz-Weiß-Ball eröffnet, hielt es die sehr festlich gekleideten Gala-Gäste nicht mehr auf ihren Plätzen. Beim Walzer, der traditionell am Anfang steht, war die großzügig bemessene Tanzfläche voll. 200 Karten mehr, so Himmer, hätte die Stadt als Veranstalterin verkaufen können - solch großer Beliebtheit erfreue sich die Modeon-Gala. Schon innerhalb von wenigen Tagen aber seien die Plätze ausgebucht gewesen. Zur guten Stimmung im Saal trugen auch originelle Showeinlagen bei. Doc Shredder zum Beispiel, der Papier zum Leben erweckte: erstaunlich, wie er mit ein paar Rissen in die Rollen eine raumhohe Leiter zauberte, wie er Figuren schuf oder sogar den Schriftzug «Modeon-Gala» aus dem Papier «stanzte».

Auf dem Einrad riskierte Dustin Waree selbst mit verbundenen Augen Waghalsiges. Nicht zuletzt verblüffte der Zauberer Ben Profane die Gala-Gäste mit seinen Künsten. Er ging von Tisch zu Tisch und ließ Münzen und Ringe verschwinden und an unerwarteter Stelle wieder auftauchen - gerade wie es ihm gefiel. «Das ist wie in der Wirtschaftskrise: Die Münzen wandern von einer Hand zur anderen, verschwinden hier, vermehren sich dort», meinte er.

Währenddessen ging es auf der Tanzfläche unermüdlich weiter. Sie war bevölkert von - wenigen - jungen Erwachsenen bis zu jung gebliebenen Senioren, von Gelegenheitstänzern bis zu ambitionierten Tanzkreismitgliedern, die selbst beim Paso doble nicht passten.

Zu später Stunde wurde es auch in der Kellerbar eng, wo neben Getränken Gulaschsuppe und Weißwürste zur Stärkung für weitere Tanzrunden angeboten wurden. Für angeregte Gespräche allerdings war manchen die Jazz-Musik dort etwas zu laut.

Bei der Musik im Saal schieden sich die Geister: Die einen lobten sie als sehr gut, vereinzelt wurde bemängelt, dass sie in manchen Passagen nicht den bei Standardtänzen vorgegebenen Takten entsprochen habe. Insgesamt aber unterhielt sich das Gala-Publikum prächtig und Landrat Johann Fleschhut behält wahrscheinlich recht, wenn er sagt: «Das ist einer der besten Bälle in der Region». Auch Bürgermeister Werner Himmer empfand die Atmosphäre der Gala, die erneut mit der Unterstützung von Schnitzerdruck, der Allgäuer Zeitung und dem Modeon-Restaurant rechnen konnte, als sehr angenehm.

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