Sturmwetter im Allgäu
Special Sturmwetter im Allgäu SPECIAL

Tief Olivia
Schneeverwehungen im Ostallgäu stellen selbst Schneepflüge vor Probleme

Das Sturmtief Olivia hat gestern auch dem mittleren Ostallgäu heftige Schneefälle beschert. Vor allem starke Schneeverwehungen machten den Auto- und Lastwagenfahrern zu schaffen – ebenso den Räumdiensten von Stadt, Landkreis und Staat. Auch Haus- und Grundstücksbesitzer hatten gut zu tun:

Kaum war der Gehweg frei geräumt, ging's schon wieder mit dem Schaufeln los. Auch wenn die Polizei im Laufe des Tages zehnmal ausrücken musste, bilanzierte Polizeichef Alfred Immerz: "Die Autofahrer sind vernünftig unterwegs." Bei den Unfällen wurde niemand verletzt.

Während in den letzten Wochen frostige Temperaturen immer wieder Schulbusse ausfallen ließen und damit auch Unterricht, ließen sich gestern die allermeisten Schüler von den Schneemassen nicht ausbremsen. Überraschend wenige Schüler seien zu spät gekommen, war aus der Berufs-, Mittel- und Realschule zu erfahren. Berufschuldirektor Remigius Kirchmeier lobte: 'Respekt, ich bewundere die Jugendlichen.'

Respekt zollte auch Polizeichef Immerz: 'Die Autofahrer haben ihr Tempo der Witterung angepasst.' Die heftigste Kollision ereignete sich an der Abfahrt B 12/Einmündung B 16 bei Altdorf. Dort rutschte eine Autofahrerin seitlich in einen Sattelzug: 9000 Euro Schaden. Ganz in der Nähe landete ein Autofahrer in den Leitplanken. Schaden: 6000 Euro.

Jeweils 2000 Euro dürfte die Reparatur der Autos kosten, die an Karambolagen an der Ecke Mühlsteig/Bahnhofstraße und auf der B 472 in Höhe Rettenbach beteiligt waren. Bei Steinbach landete ein Kleinlaster im Graben, bei Geisenried blieb ein Lkw auf der B 12-Abfahrt hängen. Zwischen Bernbeuren und Lechbruck überschlug sich ein 21-Jähriger mit seinem Auto. Auch dort: niemand verletzt und relativ niedriger Schaden (2000 Euro).

'Kaum hatten wir eine Schneewehe weg, war sie auch schon wieder aufgehäuft', schildert Werner Weigl, Straßenmeister beim Landkreis, die schwierige Lage, die heftiger Wind verstärkte. Er hatte 15 Fahrzeuge im Dauereinsatz. Besonders problematisch erwies sich der Raum Obergünzburg/Willofs. Dort wurde sogar ein Schaufellader gegen Verwehungen eingesetzt, ein Pflug hätte es nicht gepackt.

Ab heute wird Schnee abgeräumt

Auch Bauhofleiter Thomas Follner macht die Schneeverfrachtungen als Hauptübel aus. Acht städtische und fünf private große Räumfahrzeuge waren gestern im Stadtgebiet unterwegs. Ferner schaufelten zehn Mann Treppen und Zugänge frei. Erfreulicherweise hätten sich kaum Bürger über schlecht geräumte Wege beklagt, so Follner. Er bittet um Verständnis, wenn ein Schneepflug mal Schnee auf den Gehweg schiebe. Ab heute würden im Zentrum die Schneemassen mit Lastern abtransportiert, um die Durchfahrt zu erleichtern – auch mit Blick auf den Gaudiwurm am Sonntag.

Wegen der Verwehungen beorderte die Deutsche Bahn schon morgens eine Schneepflug-Lok auf die Strecke Marktoberdorf-Füssen. Dennoch fielen einige Züge aus oder erreichten zu spät ihr Ziel.

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