Gr Kraftisreid Kurz
Schneeräumpflicht: Nicht jeder in Kraftisried will schaufeln

Jeder Lastwagen verursachte Lärm, wenn er durch die Hauptstraße in Kraftisried fuhr. Dies lag nicht zuletzt an den Kanaldeckeln, die die Fahrbahn uneben machten. Damit ist nun in Kraftisried Schluss.

Zumal im Winter, so Zweiter Bürgermeister Ludwig Brenner, durch die unterschiedlichen Höhen der Fahrbahn ein Problem für den Schneepflug entstanden war.

Bei einer Untersuchung der Situation habe sich Sanierungsbedarf erwiesen. Zum Teil musste der Schacht neu aufgebaut werden. Denn Seitenteile und Schachtringe seien teilweise quasi zerbröselt, so dass die Schächte einzustürzen drohten, erläuterte Brenner.

Die Sanierung hat allerdings ihren Preis: Rund 4000 Euro kosteten die Arbeiten. Als Konsequenz wurde angeregt, jedes Jahr zumindest einen Teil des Straßennetzes zu sanieren.

Die Kraftisrieder Ratsmitglieder hatten sich bei umliegenden Kommunen erkundigt: Die meisten wollen sich nicht an der Bündelausschreibung für Stromlieferung beteiligen. Diese wird derzeit vom Bayerischen Gemeindetag für seine Mitgliedsgemeinden organisiert.

Kraftisried soll sich beim Strombezug vorerst auch nicht binden, war der einstimmige Tenor im Rat. Schließlich sei die 'Handlungsfreiheit trotzdem gegeben', wie der stellvertretende Bürgermeister Ludwig Brenner bekräftigte. Man könne ja abwarten, wie die Konditionen bei der Bündelausschreibung ausfallen.

Brenner vermutet aufgrund seiner Gespräche und Kontakte zum derzeitigen Energielieferanten Lechwerke, 'dass sich dieser regionale Stromanbieter wohl fair verhalten und sich den allgemeinen Konditionen angleichen' werde.

Derzeit ist es zwar kein Thema. Sobald aber wieder weiße Pracht die Straßen bedeckt und das Gehen beeinträchtigt, wird sie wieder zum Problem werden: Die Räumpflicht für Gehwege ist manchem Bürger lästig. So sehr sogar, dass ein Kraftisrieder sich an die Gemeinde gewandt hatte mit der Aufforderung, diese solle selbst den Schnee räumen.

Zweiter Bürgermeister Ludwig Brenner stellte in diesem Zusammenhang fest, dass die Räumpflicht Sache jedes Grundstückseigentümers entlang seiner Parzelle sei. Besagter Mitbürger sehe die Verpflichtung allerdings bei der Gemeinde.

Angeblich habe er Grund abgetreten gegen die Zusage, nicht räumen zu müssen. Bei seinen Recherchen habe er, Brenner, allerdings keine dementsprechenden Verträge finden können, so das stellvertretende Gemeindeoberhaupt im Gemeinderat.

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