Planinsolvenz-Antrag
Schlecker: Zukunft der Filialen im Ostallgäu ungewiss

Verliere ich meinen Arbeitsplatz? Diese Frage beschäftigt derzeit auch die Beschäftigten der insgesamt drei Schlecker-Filialen in Marktoberdorf und Obergünzburg. Gestern stellte das im baden-württembergische Ehingen ansässige Drogeriemarkt-Unternehmen einen Antrag auf sogenannte Planinsolvenz. Ein Unternehmenssprecher teilte auf Anfrage unserer Redaktion mit, bis zur Verabschiedung eines Restrukturierungskonzeptes (Sanierungsplan. Anm. der Red.) laufe der Geschäftsbetrieb 'unverändert weiter'. Nähere Angaben zur Zukunft der Filialen im mittleren Ostallgäu könnten erst gemacht werden, wenn es hierzu konkrete Entscheidungen gebe.

Früher mehr Filialen

Zeitweise mit drei Filialen in nächster Nachbarschaft war die Drogerie-Kette vor einigen Jahren im Marktoberdorfer Zentrum vertreten. Mittlerweile gibt es nur noch zwei im Stadtgebiet: eine am Stadtplatz, die andere im Einkaufszentrum an der Kaufbeurener Straße. Auch Obergünzburg hatte schon mal zwei 'Schlecker', nun nur noch einen am Oberen Markt.

Man könne zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussagen zu einzelnen Märkten treffen, so gestern ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage der AZ. Ziel des Antrags auf Planinsolvenz sei 'der Erhalt eines Großteils des Filialnetzes und der Arbeitsplätze'. Die Zahlung der Mitarbeitergehälter sei 'im Rahmen des Insolvenzausfall-Geldes gesichert'.

Zur Zahl der Beschäftigten im Ostallgäu machte der Schlecker-Sprecher ebenfalls keine Angaben. Schätzungen zufolge dürften in den Filialen in Marktoberdorf und Obergünzburg insgesamt etwa 15 Mitarbeiterinnen in Voll- oder Teilzeit tätig sein.

Bundesweit hat die Kette derzeit noch etwa 30 000 Beschäftigte in 7000 Filialen. Nach Angaben des Unternehmens sind die 'Mein Platz'-Drogeriemärkte, die ebenfalls zu Schlecker gehören, von dem Antrag auf Planinsolvenz aktuell nicht betroffen.

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