Intervention
Rotes Kreuz bietet Angehörigen von Unfallopfern Hilfe an

Ein schrecklicher Verkehrsunfall ist passiert. Polizei und Feuerwehr, Notarzt und Sanitäter bergen die Schwerverletzten, kämpfen um ihr Überleben. Eine eingespielte Rettungskette ist das, die modernste Technik und ihr ganzes Können zum Helfen einsetzt. Was aber geschieht mit den Angehörigen, die nun sehr schnell erfahren werden, dass ein Familienmitglied schwerstverletzt oder sogar verstorben ist?

Im Ostallgäu werden sie mit solch traumatischen Nachrichten nicht allein gelassen: Der Kriseninterventionsdienst (KID) des BRK bietet Betreuung für Opfer, Angehörige und Betroffene nach schweren Unfällen, wenn Personen vermisst werden, nach massiver Gewalterfahrung, nach einem Suizid oder Suizidversuch oder nach einem Todesfall im häuslichen Bereich.

Der KID wird über die Rettungsleitstelle Kempten (Telefon 19222) alarmiert. Die Einsätze sind für die Betroffenen kostenfrei und finanzieren sich ausschließlich durch Spenden. Hinter dem sperrigen Namen Kriseninterventionsdienst verbirgt sich ein zwanzigköpfiges Team unter der Leitung von Petra Redlich. Seit Juni 2011 wird es von acht Notfallseelsorgern verstärkt, die mit zu den Einsätzen fahren.

Ausbildung für neue Mitarbeiter startet im Frühsommer

In der Jahresversammlungin der Skihütte Kaufbeuren zog Redlich eine beeindruckende Bilanz: Zu 150 Einsätzen im ganzen Ostallgäu wurde der KID gerufen. Auch beim Gondelunglück am Tegelberg war er mit zehn Kriseninterventionsberatern vor Ort.

610 Personen hat er 2011 in schwierigsten Situationen betreut. 856 Einsatzstunden kamen so zusammen. Dazu kamen noch 1100 Fortbildungsstunden. Einmal im Monat trifft sich das Team zu seinem Bereitschaftsabend, alle sechs Wochen ist Supervision.

Im Zweierteam rund um die Uhr im Einsatz

'Wir fahren die Einsätze zu zweit und rund um die Uhr – ehrenamtlich,' sagt Teamleiterin Petra Redlich. 'Wir wären sehr froh über neue Mitglieder, denn durch ihren Beruf und private Veränderungen stehen nicht alle 20 Teammitglieder für den aktiven Einsatz zur Verfügung.'

Petra Redlich ist stolz auf ihr Team: 'Jeder bringt seine Persönlichkeit, seine Erfahrungen und seine individuellen Talente mit in die Arbeit ein. Wir ergänzen uns prima.' Dass das Team wieder neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen kann, ist ihr größter Wunsch. Denn dann würde sich die zeitliche Belastung auf mehr Schultern verteilen.

Wer den Kriseninterventionsdienst (KID) des BRK im Ostallgäu finanziell unterstützen möchte, kann seine Spende auf das Konto Nr. 240013433 bei der Sparkasse Allgäu, BLZ 73350000 unter dem Stichwort KID (unbedingt angeben) überweisen.

Wer sich für die Mitarbeit als Kriseninterventionsberater interessiert, hat die Möglichkeit, im Frühsommer eine Ausbildung zu beginnen. Information und Anmeldung unter Telefon 08342/9669-666 (Schwungrad) oder kit@kostia.de

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