Schule
Ringen um richtige Lösung

Bei der Zukunft der Grundschulen in Marktoberdorf wird der Stadtrat zwar die Richtung vorgeben. Nicht außen vor lassen kann er allerdings die Schulbehörden. Denn letztlich entscheidet die Regierung von Schwaben, welche Lösung wie stark finanziell gefördert wird.

Dort verweist man auf sinkende Schülerzahlen und darauf, dass dann leer stehende Räume anders genutzt werden können. Nach Prognosen des Schulamts sinkt die Zahl der Grundschüler in den vier Marktoberdorfer Schulen bis 2015 nämlich von derzeit 808 auf 705.

In der Hauptschule seien statt 573 dann nur noch 448 Schüler zu unterrichten. Zunächst schienen für die Stadt die Alternativen relativ einfach:

In Frage kam ein Neubau der Martinsschule an anderer Stelle, der - alleine für den Schulbau - auf 10 bis 15 Millionen geschätzt wurde. Als möglicher Bauplatz kam das Gelände südlich des Hallenbades in Betracht.

Bei dreizügiger Schule kein Platz für Außensportanlage

Eine weitere Möglichkeit war eine Sanierung der bestehenden Gebäude der Schule St. Martin für drei Klassenzüge (12 Klassen). Die Knackpunkte: Der Platz für Außensportanlagen fehlt; um schulnah Kindergarten, Hort und Krippe anzubieten, müssten eventuell Museen und Musikschulen ausziehen. Zudem entstehen Kosten für den Ausbau der Stifter-Schule. Kosten für Schulbauten und Kitas: 9,8 Millionen Euro laut Architekturbüro Dobler-Consult.

Ein zweizügiger Neubau im Zentrum wird auf 12,8 Mio. Euro veranschlagt (einschließlich Kita-Neubau und Erweiterung Stifter-Schule).

Als diese Varianten geprüft waren, brachte die Regierung im Herbst eine neue Lösung ins Gespräch: Die Grundschule soll ins Gebäude der Mittelschule einziehen.

Dobler-Consult prüfte im Auftrag der Stadt auch diesen Vorschlag und kam zu dem Ergebnis, dass die räumliche Trennung beider Schulen in einem Gebäude nicht machbar ist. Dies liegt vor allem an den Einbauten und an der Lage der Fachräume, zudem fehle ein eigener Pausenhof.

Was die Förderung betrifft, will sich die Regierung noch nicht festlegen: «In einem ersten Schritt wird zunächst der Stadtrat von Marktoberdorf darüber entscheiden, ob die Schule am bestehenden Standort neu gebaut wird oder ob die Schule in das bestehende Gebäude der Mittelschule einziehen soll.» Erst danach kläre die Regierung den Raumbedarf, der die Voraussetzung für eine Förderung darstellt.

Regierung verweist auf sinkende Schülerzahlen

Bei dem Zuwendungsantrag, so die Pressestelle der Regierung, werde eine Schulbaumaßnahme «stets vor dem Hintergrund der Notwendigkeit, Wirtschaftlichkeit und Angemessenheit betrachtet». Da aber bisher kein Antrag vorliege, «sind hier keine abschließenden Aussagen zur Förderfähigkeit möglich».

Die Regierung verweist auch auf die demografische Entwicklung: «Die Schülerzahl an den Volksschulen ist auch in Marktoberdorf stark rückläufig. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sinkt diese um rund 15 Prozent». Die Regierung untersuche daher derzeit zusammen mit dem Schulamt am Landratsamt «die gesamte Raumsituation an den Volksschulen in Marktoberdorf» - also Grund- und Mittelschulen.

Interessant könnte in diesem Zusammenhang auch ein Vorstoß aus Stötten werden. Dort hat der Gemeinderat kürzlich einstimmig beschlossen, beim Schulamt eine Umsprengelung der Grundschüler aus Sulzschneid und Rieder nach Stötten zu beantragen, berichtet Bürgermeister Joachim Ernst.

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