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Statistik
Rekordjahr für Trauungen

Als es im Winter in den warm beheizten Stuben kuschlig wurde, trauten sich auffällig viele Brautpaare in Marktoberdorf: Mit 22 Hochzeiten war der Dezember 2010 der «absolute Heiratsmonat», weiß Standesbeamtin Inge Hofbauer. Das hängt nicht zuletzt auch mit den beliebten Candellight-Trauungen bei Kerzenschein zusammen.

Überhaupt war 2010 ein Rekordjahr für Trauungen: 107 Paare gaben sich in Marktoberdorf das Ja-Wort (2009: 98). «Damit kommen wir erstmals seit 1992 auf über 100 Hochzeiten», so Hofbauer. Bei 33 Paaren heirateten Braut oder Bräutigam zum wiederholten Male.

Bei den Ehenamen war nach wie vor die klassische Namensführung gefragt. 84 der 107 Paare bevorzugten den Nachnamen des Mannes, vier den Namen der Frau. Achtmal wurde dabei ein Doppelname vergeben. 19 Paare entschieden sich für getrennte Namen. In einigen Fällen besaßen einer oder beide Partner eine ausländische Staatsangehörigkeit: darunter die brasilianische, italienische, norwegische, peruanische, philippinische und türkische.

Trauungen im Bauerngarten

Einen neuen Anreiz, in Marktoberdorf zu heiraten, gibt es ab Mai 2011: Da nun Trauungen im Freien erlaubt sind, bietet das Standesamt auch Hochzeiten im Garten des Hartmannhauses an, berichtet Hofbauer. Auch sie hatte als Standesbeamtin ein besonderes Hochzeitserlebnis: Mit Antonia Renner verheiratete sie erstmals eine Pfarrerin.

Apropos Pfarrer: «Ganz auffallend viele» Kirchenaustritte verzeichnet Hofbauer im Standesamtsbezirk Marktoberdorf, zu dem auch Stötten und Rettenbach gehören. 114 Menschen kehrten demnach der Kirche den Rücken (2009: 76), 97 der katholischen und 17 der evangelischen. Sie kann sich an gar kein Jahr mit so vielen Austritten erinnern. Zumal sich der Trend fortsetze: «In den ersten zwölf Januartagen 2011 hatten wir schon wieder vier Kirchenaustritte.

» Diese Statistik spiegle die negative Presse - etwa über Missbrauchsfälle - wider.

Laut Einwohnermeldeamt haben derzeit 18170 Marktoberdorfer (2009: 18150) ihren Hauptwohnsitz in der Kreisstadt oder in einem ihrer Ortsteile. Für eine Kleinstadt ist Marktoberdorf übrigens recht international: 62 verschiedene Nationalitäten leben hier, weiß Hofbauer.

Rückläufig ist hingegen die Zahl der Babys. Laut Statistik erblickten 2010 143 Marktoberdorfer das Licht der Welt (2009: 152), davon 78 Buben und 65 Mädchen. Deren Mütter entbanden erneut bevorzugt im Klinikum in Kaufbeuren: 100 Babys kamen dort zur Welt, 28 in Kempten, sechs in Füssen, drei in Schongau und vier in weiter entfernten Orten. In Marktoberdorf selbst gab es zwei Hausgeburten.

Das Geburtenbuch gibt auch Aufschluss über die beliebtesten Taufnamen: Vier Buben erhielten den Namen Niclas bzw. Niklas. Je dreimal wurden Dominik, Jakob, Jonas und Julian gewählt. Drei Mädchen wurden Annalena bzw. Anna-Lena genannt. Ansonsten gab es bei diesen keine Vornamenshäufung.

Das Sterbebuch verzeichnet 191 Tote - 88 Männer und 103 Frauen, die das Standesamt beurkundet hat. 2009 waren es 204. Rechnet man aber alle Marktoberdorfer zusammen, die 2010 (auch auswärts) starben, ergeben sich 198 Todesfälle.

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