Flüchtlinge
Prognose: Bis Ende des Jahres wird sich Zahl der Asylbewerber im Ostallgäu verdoppeln

Die Zahl der Asylbewerber im Ostallgäu wird sich nach Angaben von Oberregierungsrat Ralf Kinkel bis Ende des Jahres etwa verdoppeln. Dies sagte Ralf Kinkel am Rande des Besuchs von Europaministerin Beate Merk am Mittwoch in Marktoberdorf. Derzeit sind im Landkreis 775 Flüchtlinge untergebracht.

Aufgrund der bundesweit steigenden Zahlen erhöht sich jedoch gleichzeitig der gesetzlich vorgegebene Verteilungsschlüssel. Nach Prognosen des Landratsamtes Ostallgäu bedeutet dies für den Landkreis bis Ende 2015 über 750 zusätzliche Asylbewerber, die im Kreis eine Bleibe finden müssen.

Im Ostallgäu haben bislang elf von 45 Gemeinden Flüchtlinge aufgenommen. Meist in privaten Unterkünften. Doch soll das System im Landkreis in Zukunft auf ein breiteres Fundament gestellt werden. 'Wir brauchen eine Quote für die Verteilung von Flüchtlingen', sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Die Landrätin hat bereits an die Ostallgäuer Bürgermeister appelliert, sich an dem neuen System zu beteiligen.

Die Asylbewerber würden dann je nach Größe der Kommune verteilt und in Unterkünften der Gemeinden untergebracht. Obergünzburg hat hier bereits eine Vorreiterrolle eingenommen und baut eine eigene Unterkunft. Positive Signale gibt es auch aus der VG Seeg.

'Die Quoten-Lösung wäre für die Gemeinden gerechter', sagt Oberregierungsrat Ralf Kinkel. 'Aber es macht nur Sinn, wenn alle mitmachen.' Die Gemeinden müssten sich bewusst machen, dass es in den nächsten Zeit jede Gemeinde mit der Unterbringung von Flüchtlingen treffen werde, sagt Kinkel.

Die 775 Flüchtlinge sind derzeit untergebracht in zwei durch den Landkreis Ostallgäu betriebenen Wohnanlagen in Marktoberdorf und Buchloe sowie in angemieteten Wohnungen und Gasthöfen in Landkreis-Gemeinden. Hinzu kommt eine Gemeinschaftsunterkunft der Regierung von Schwaben in Rieden (hier werden 75 Flüchtlinge betreut).

Mehr über den Besuch von Europaministerin Beate Merk erfahren Sie in der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Marktoberdorf, vom 30.04.2015.

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