Antrag
Parallel zur Hochwiesstraße bauen ndash Donnerstag Infoabend zu Verkehr in Marktoberdorf

Auch gestern Abend befasste sich der Stadtrat mit dem integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für Marktoberdorf. Nur der Bereich Verkehr war noch ausgespart. Dazu soll es am kommenden Donnerstag, 9. Februar, um 19.30 Uhr im großen Saal des Rathauses eine Bürgerinformation geben.

Unterdessen wurden die Initiative Südumgehung und die Anliegergemeinschaft Hochwiesstraße aktiv: Sie fordern den Bau einer Verbindungsspange zwischen dem Pestfriedhof und der alten Staatsstraße zwischen Marktoberdorf und Kohlhunden.

Bei ihrem Antrag, den sie an die Stadt gerichtet haben, berufen sie sich auf ein Schreiben der Verwaltung aus dem Jahr 1998. Darin ist im Zusammenhang mit dem Bau der Umfahrung von Kohlhunden zu lesen: 'Nach Fertigstellung der Staatsstraße 2008 neu soll durch eine Verkehrszählung überprüft werden, ob es zu einem tatsächlichen Verkehrszuwachs in der Hochwiesstraße gekommen ist.

Sollte dies der Fall sein, wird der Stadtrat die Entlastungsspange genehmigen.' Genau darauf pochen nun Initiative und Anliegergemeinschaft.

Von 2900 auf 6500 Fahrzeuge

Dabei berufen sie sich eine Verkehrszählung aus dem Jahr 2000. Danach war die Hochwiesstraße mit 2882 Fahrzeugen pro Tag belastet. Die Verkehrszählung 2009 ergab auf Teilabschnitten bis zu 6500 Fahrzeuge. Ebenso führen sie eine – allerdings umstrittene – Zahl an: Als der anstehende Ausbau der Hochwiesstraße vorgestellt wurde, erklärte der Planer, die Straße sei für bis zu 17 000 Fahrzeuge pro Tag ausgelegt.

Allerdings warnen Experten immer wieder davor, Ausbaustandard und tatsächliche Belastung in einen Topf zu werfen. Nach dem bisherigen Modellen wird der Strom im Jahr 2025 auf bis zu 8000 Fahrzeuge pro Tag steigen.

'Schützenswertes Wohnen'

Dagegen wehren sich beide Gruppierungen. 'Bei den angrenzenden Flächen an der Hochwiesstraße handelt es sich um besonders schützenswerte Wohnbebauung, die im Übermaß belastet wird. Wir befürchten durch Lärm und Abgase gesundheitliche Schäden.' Auch den Wertverlust ihrer Grundstücke und Immobilien führen sie ins Feld.

Ein wichtiger Punkt im Planfeststellungsverfahren für die Umgehungsstraße sei eine rund 400 Meter lange Spange gewesen, die die alten mit der neuen Staatsstraße verbindet.

Nur dann, so habe es damals geheißen, werde eine optimale Wirksamkeit erzielt. Mit dem Planfeststellungsbeschluss habe auch die Verbindungsspange Rechtskraft erlangt. Diese solle nun 'aufgrund des stark gestiegenen Verkehrsaufkommens in der Hochwiesstraße' gebaut werden.

Ursprünglich bestand die Initiative auf einer Entlastungsstrecke bis nach Geisenried. Diese zu realisieren, hatte der Stadtrat im November abgelehnt. Sie sei mit einer Entlastung um nur 2000 Fahrzeuge nicht effektiv genug, zu teuer und berühre die Wertach-Auen.

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