Geschwindigkeitsbeschränkung
Nur noch mit 20 «Sachen» auf Innenstadtstrecken in Marktoberdorf

Die «Schonzeit» dauerte über ein Jahr. Doch ab 11. Juli heißts nun für Autofahrer in Marktoberdorf: runter vom Gas. Das gilt zumindest für das Quartier zwischen Rathaus und Mühlsteig. Dort wird eine Entscheidung des Stadtentwicklungsausschusses vom vergangenen Jahr in die Tat umgesetzt - mit der Folge, dass fortan auf der Kemptener Straße, Greitherrstraße und Tigaustraße Tempo 30 beherzigt werden muss. Diesem Schritt in Richtung mehr Verkehrsberuhigung folgt im Herbst Tempo20 auf Straßen nördlich der Kemptener Straße. Dies berichtete Stadtbaumeister Peter Münsch auf Nachfrage der AZ.

Gehts auf der Meichelbeck- oder Bahnhofstraße zäh voran, sucht der Autofahrer sein Heil auf benachbarten kleinen Nebenstraßen. Das ist gängige Praxis und nicht verboten - aber weder im Sinne der Anwohner noch der Verkehrsplaner und Stadträte. Bei der Suche nach Möglichkeiten, den Nebenstraßenverkehr zu reduzieren, folgten die Stadträte im vergangenen Jahr dem Vorschlag des Stadtbauamtes, «Schleichrouten» unattraktiv zu machen.

Ab Montag, 11. Juli, werden deshalb die Tigau-, Greitherr- und Kemptener Straße als Tempo-30-Zonen ausgewiesen, kündigte Stadtbaumeister Münsch an.

Damit verbunden ist dort eine neue Parkregelung: Autos dürfen nur noch mit Parkscheibe für maximal zwei Stunden auf markierten Flächen abgestellt werden («Blaue Zonen»). Ziel sei damit nicht etwa, die Zahl der Stellplätze zu verringern, sondern das «wilde» Parken besser zu ordnen, sagt Münsch.

Parken nur noch auf markierten Flächen

Erst wenn Ende Oktober auf der Bahnhofstraße die Straßenbauer abrücken, soll auch auf den Straßen nördlich der Kemptener Straße ein Tempolimit eingeführt werden. Dort aber soll der Verkehr noch langsamer als südlich davon fließen: Die Jahn-, Georg-Fischer-, von Schaden- und Poststraße sowie der Birkenweg sind dann Tempo-20-Bereiche. Auch dort ist das Parken nur noch auf markierten Flächen und mit Parkscheibe erlaubt.

Weshalb die Verkehrsberuhigung in zwei Schritten vollzogen wird, begründet Münsch mit den derzeitigen Tiefbauarbeiten auf der Bahnhofstraße. Erst wenn diese wieder voll benutzbar sei, könne man auf ihren Nebenstraßen die anvisierte Tempobegrenzung einführen.

Wenn für alle Nebenstraßen zwischen Meichelbeck- und Bahnhofstraße Parkzeitlimits zwischen zwei und vier Stunden gelten, wird es für in der Innenstadt Beschäftigte noch schwieriger als bisher, in Arbeitsplatznähe ihr Auto für längere Zeit abstellen zu können, ohne einen Strafzettel zu riskieren. Deshalb ist laut Münsch geplant, bald wieder den früheren Fendt-Parkplatz gegenüber dem Landratsamt sowie ab Herbst einen Teil des Areals südlich des Kreisverkehrs für Langzeitparker zu öffnen.

Insgesamt sieht der Stadtbaumeister die Parksituation in der Kreisstadt als gut an: In der Kernstadt gebe es unterm Strich 470 öffentliche Stellplätze. Bei einer einwöchigen Zählung im Sommer 2009 waren nur 260 der 470 Plätze voll belegt. «Das heißt, wir haben in Marktoberdorf rund 200 Stellplätze mehr als gebraucht werden», so das Fazit von Münsch.

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