Heimatreporter-Beitrag: Weekend to go!
Nicht schon wieder: "Erregte Debatte im Ostallgäuer Kreistag" mal meine Meinung

Bildquelle: "All-In"

*lach* ohne die heutige Ausgabe schon gelesen zu haben, ist es genau so ein Prozess den ich an der Politik einfach nicht mag.
Sicherlich, jeder der Parteien hat seine richtigen Argumente, zumal es für die Gastronomie wie aber auch dem Hotelgewerbe überlebenswichtig ist zu wissen, dass auch im nächsten Jahr, die Auftragsbücher voll sind bzw. voll sein müssen.
Wie will man sonst sein Leben planen, wenn die Planung immer dann am meisten Spaß macht, wenn auf dem Bankkonto ein klares Pluszeichen zu erkennen ist?
Schulden sind unsozial, da Schulden keine Planung in die Zukunft ermöglichen, was die Frage zulässt:
„Wenn die Touristen ausbleiben, welchen Raubbau müsste man dann betreiben?“

Hingegen, ohne zu ökotechnisch unterwegs sein zu wollen, ist es eine Verpflichtung dieser Generationen, an morgen zu denken, da Wir den kommenden Generationen keinen Müllhaufen hinterlassen wollen, oder?

Irgendwie mag man Gäste nur deswegen, weil man weiß, dass die auch wieder nach Hause fahren werden. Genauso irgendwie, muss man doch auch mal sagen, dass die Tourismusbranche z.B. in Füssen genau betrachtet, bisher doch so noch nichts falsch gemacht hat – zumal sie ja auch als Magnet für das gesamte Allgäu einen Bärendienst erweist!
Dass der Übertourismus mal für eine Diskussion sorgen würde verwundert nicht wirklich.
Aber egal wohin man auch in der Politik schaut, überall finden immer wieder dieselben Schlammschlachten statt, wo sich jetzt Jeder schon sicher ist, dass dabei wieder eine „Teller – bunte – Knete – Lösung“ als Kompromiss herauskommen wird, mit dem Keiner so richtig zufrieden ist.
Eierpampe sozusagen. \o/ Wetten, dass....? \o/

Nimm das richtige und wichtige Thema, aber stelle dazu die falsche Frage(n) und schon kommt es zu faulen Kompromissen. Immer wieder dasselbe.
Die falsche Frage in diesem Fall lautet:
„Sind die Grenzen des Wachstums bereits erreicht?“
Das klingt so, als ob ein Kind die Mutter fragen würde:
„Wie weit ist es denn noch bis zur Grenze, Mami?“
Also, als ob Wir noch genügend Spielraum von hier bis zur Grenze haben oder besitzen. Denn, gäbe es eine Grenze, dann liegt die Grenze weltweit betrachtet schon hunderte Kilometer hinter Uns, so sieht das aus und Wir wissen das alle(s).

Nein, Eigenlob stinkt an dieser Stelle mal überhaupt nicht, wenn die Allgäuerin und der Allgäuer einfach Ihre Berge, Seen, Wälder, Wiesen und auch Wieß´n mit lecker Bier, einfach lieben und die Natur zusammengehalten sehen wollen und dafür auch jede Menge tun.
Würden sich nur zusätzlich 10% der Weltbevölkerung genauso verhalten, wie das die Allgäuer/In zu Ihrer Natur machen, dann wäre dem Planeten schon viel geholfen, als das ewige politische Blablabla, womit Wir auch noch tagtäglich belästigt werden!
Hallo?!
Wir haben keine Zeit mehr!
Oder wie lange gedenkt man, müssen jetzt schon die Kinder und Jugendliche, noch für ein: "Freitag für die Zukunft“ offiziell die Schule schwänzen, um dafür zu demonstrieren, dass mal endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden?!
Nicht nur Blablabla. Also von Uns Erwachsenen.
Oder sind Wir insgesamt schon zu träge oder bequem, da mal Dampf zu machen?

Kann mir mal einer die Frage beantworten,
„Wieso muss man eigentlich immer weiter expandieren, wenn der Reiz doch im knappen Angebot zur großen Nachfrage liegt?“
Das verstehe ich nicht. Das verstehen Sie vielleicht als Leserin und Leser auch nicht und wie soll man jetzt die Politik verstehen, die da meint Wir hätten noch genügend Zeit um zu labern?

Man braucht doch nur am Anfang mal für einen Moment die Argumente
„Kosten und Geld“ herauszunehmen, um zu hinterfragen,
was kann das Allgäu insgesamt bis heute den Touristen anbieten und welche Zusatzpflege dazu, für die Natur benötigt wird?
Danach hinterfragt man, wieviel Touristen man insgesamt aufnehmen kann/will, sprich Obergrenze, wo man Herrn Seehofer mögen kann, aber nicht unbedingt muss, auch nicht durch den Kakao ziehen, womit Er aber verdammt noch mal, einfach Recht hat, das mit Seiner Obergrenze!!!
Barak Obama sprach bei seinem letzten Besuch in Deutschland von, Zitat:
„Man müsse aber bedenken, dass jedes Land, nur über bestimmte Reserven verfügt“ = Obergrenze.
Nur bei Obama klatscht man vor Freude über diese Worte und Seehofer zog man durch den Kakao und endsorgte Ihn in Berlin. 
Tja, so kann`s laufen. :-)

Denn je weniger Touristen hier Uns das Allgäu zertrampeln, je weniger Betriebskosten entstehen durch weniger Reparaturen = mehr Expansionsgelder für die Naturexpansion durch Neubepflanzung. Ganz klar Fall.
„Was das kostet?“
Das ist doch völlig egal was das kostet, wenn als nächstes die Frage folgt:
„Wieviel Umsatz muss das Allgäu insgesamt machen, um das sehr hohe Niveau aufrechterhalten zu können?“ = Betriebskosten.
Hat man einmal diesen Wert, vielleicht 4 Mrd. Euro plus 20%? Kein Plan.
OK, dann limitiert man einfach die Touristenzahlen auf ein unteres Limit, also was die Natur wirklich verträgt, nicht ertragen muss und lasst sich die Differenz von den übriggeblieben Touristen, die hier mal Urlaub machen dürfen einfach bezahlen.
Wo liegt das Problem?
Als Werbeträger wäre hier die Frankfurter Börse am Main interessant, wenn dort bewusst die Meldung auftaucht:
„Das Allgäu limitiert die Touristenzahlen, erhöht dazu die Reise- bzw. Hotelpreise und Reinvestiert den Überschuss in die Erhaltung der Natur und Infrastruktur“
dann weiß ein Börsianer damit was anzufangen und streut die Nachricht als sicheres und interessantes Investitionsobjekt Namens „Vorbestellungen“!!!

Genau und damit kommt auch die Knete herein, um das zu machen, was man auch umsetzen wollte und wenn die Hotels nach einiger Zeit für die nächsten 2, 3 Jahre ausgebucht sind, dann entstehet aus dem vollen und große Auftragsbuch, das kleine Wort „Betriebssicherheit“ und als Schmankerl obendrauf: Weniger Arbeit,
bei zumindest gleichbleibenden, wenn nicht sogar steigenden Umsätzen und ganz klar „Planungssicherheit“!!! Ganz was Neues, oder?
„Kurz Zeit Gedächnis?“
Also alles schön gemütlich und ganz einfach umzusetzen, wo zum Schluss alle zufrieden sind? Sicherlich meine ich einmal oder warum soll sich das Allgäu billiger verkaufen, wenn es doch so wertvoll ist?
Ach vielleicht noch eine kleine Geschichte dazu zum Abschluss.
Da rief doch letzte Woche Madame Denise im Hotel „Nord – Ost - Süd - Westhotel Allgäu“ den Hoteldirektor Herrn Ritz an, um in 2 Monaten das
„Luxury Apartment Schloss Neuschwanstein“ (ganz was feines)
für eine Woche Urlaub vorzubestellen.
Hoteldirektor Herr Ritz nahm die Vorbestellung auf und Madam Denise überwies dem Hoteldirektor Herrn Ritz 5.000 €.
Ritz dachte sich dann beim Eintreffen des Geldes:
„Man wie geil ist das denn?“
„Madam Denise überweist mir ein zinslosen Kredit, den ich sofort nutzen kann und in 2 Monaten, wenn Madame Denise zum Urlaub machen kommt, habe ich das Geld mindestens einmal drehen können, um darüber Umsatz gemacht zu haben!“
Also bezahlte Hoteldirektor Herr Ritz sofort die Rechnung der Malerfirma
„Pinsel und Topf“ von 5.000 €.

Familie Malermeister Schwarz und seine Frau Weiß konnten Ihr Glück mit den Worten:
„Hups, so schnell habe ich meine Knete, für die Renovierung im späten Frühjahr auch noch nicht aufs Konto bekommen!“ gar nicht fassen
und Malermeister Schwarz und seine Frau Weiß, sich gleich mit dem Geld zum Schreinermeister Eder aufmachten, um bei Ihm (man behauptet Er hätte einen Pumuckl) das Schlafzimmer zu bestellen, was letzten Sonntag Frau Weiß entdeckt hatte und nur 5.000 € kosten soll.

Nein. Über Meister Eder und Seinem Pumuckl muss man nur noch eines wissen.
Vor 2 Wochen hat die Tochter vom Herrn Meister Eder Hochzeit gehabt. Traumhaft.
Und um der Tochter diesen Traum erfüllen zu können, schenkte Meister Eder seiner Tochter eine Megaparty im Hotel „Nord – Ost - Süd - Westhotel Allgäu“, die, man ahnt es schon, 5.000 € kostete und mit dem Auftrag jetzt bezahlt werden konnte. Bestens!
Als Hoteldirektor Ritz gleich noch mal das Geld drehen wollte, klingelte gestern das Telefon und Madam Denise war auf der anderen Seite.
Da hatte Sie doch neulich, Sir Henrie Smith von Wales, einen alten Jugendfreud bei einer „Austern schlürf Party“ in Paris wiedergetroffen gehabt, um gleich nach der Party für ein halbes Jahr eine Schiffsrundfahrt auf der RMS Queen Elizabeth mit Ihm zu machen und jetzt leider das „Luxury Apartment Schloss Neuschwanstein“ stornieren müsse und ob das ein Problem wäre (Och gottchen, nee)

„Aber sicherlich nicht Madam Denise. Es ist Uns eher eine Freude, wenn Sie jetzt diese Schiffsrundfahrt machen, um Uns danach wieder hier zu besuchen, damit Sie Uns von Ihrer Schiffsrundfahrt berichten können.“ antwortete Hoteldirektor Ritz und überwies danach Madame Denise die 5.000 € wieder zurück.

Und die Moral dieser Geschichte ist, dass allein die Vorbestellung gegen Vorkasse jeden in die Lage brachte, seine offenen Rechnungen, die man einfach weghaben will, unter allen Beteiligten bezahlt werden konnte und hätte Hoteldirektor Herr Ritz das Geld noch mal´s drehen können, dann wäre es sogar zu einem Wirtschaftswachstum gekommen.
Nur zu einem kam es nie.
Bis zur Ende der Geschichte hat keiner der Beteiligten auch nur einen Finger für eine, wenn auch besondere Touristin, getätigt und trotzdem ging das Leben nicht nur weiter, es wurde sogar besser!!!!
Schönes Wochenende noch und bis demnächst!!!
Thomas Borchert Nachtrag:

13:28 Uhr.
Also ich wollte nur mal diesen „Bürgerreporter“ ausprobieren, ob man wirklich als Bürger Reporter machen kann und dass das Teil gleich so durch die Decke schießen würde, hätte ich auch nicht gedacht.
Ich will von daher die Reihe mal „Weekend to go!“ nennen und für nächste Woche soll es das Thema:
„75 Cent für einen Liter richtiger Kuhmilch, als Umsatz?“
„Nun machen Sie mal einen Punkt Herr Borchert!!!!“
am Freitag erscheint.
Jetzt aber…. Schönes Wochenhende!

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019