Versammlung
Neuer Pfarrer stellt sich vor

Als neuer Priester für die noch zu bildende Pfarreiengemeinschaft Unterthingau mit den Mitgliedsgemeinden Unter- und Oberthingau, Görisried und Kraftisried stellte sich Pfarrer Edward Wastag bei einer Informationsversammlung beim «Felderwirt» vor. Der Unterthingauer Pfarrgemeinderatsvorsitzende Wendelin Schmölz nannte den allgemeinen Priestermangel als Grund für die «leider notwendigen Änderungen» der bisherigen Einteilung. Dies könne jedoch auch als neue Chance für die Lebendigkeit der Gemeinden begriffen werden. Drei Pfarreien könnten miteinander «gut zurecht kommen und zusammenarbeiten», meinte Schmölz.

Der Referent für Gemeindeentwicklung des Bistums Augsburg, Dr. Armin Ruf, stellte die grundsätzliche Idee von Pfarreiengemeinschaften vor. Danach behielten die Pfarrgemeinden ihre bisherige Selbstständigkeit einschließlich Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung. «Die ganze Gemeinde ist Trägerin des kirchlichen Handelns mit einer gemeinsamen Verantwortung», sagte Ruf. Die Gläubigen könnten und sollten sich engagieren und eigene Schwerpunkte setzen. Jede Pfarreiengemeinschaft bilde sich nach ihren Vorstellung heraus, es gebe keine festen Vorgaben, wie sie «funktionieren» muss.

Ein wichtiges Beratungs- und Leitungsgremium bildet das so genannte Seelsorgeteam mit dem Vorsitzenden Pfarrer, pastoralen Mitarbeitern wie Pfarrsekretärin, Pfarrhaushälterin und Diakon, den Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte, einem Vertreter der Kirchenpfleger und Beauftragten. Die Mitglieder des Seelsorgeteams fungieren als Bezugs- und Kontaktpersonen, die Beschlüsse des Teams sind für alle Pfarreien verbindlich, erklärte Ruf. Nach ihrer Bildung sei Unterthingau die 21. Pfarreiengemeinschaft im Landkreis Ostallgäu. Die Gründung, so Ruf, sei zum 1. September vorgesehen.

Warum muss Pater Jakob gehen?

Der Theologe Ruf musste sich auch kritischen Fragen stellen. So interessierte es die Zuhörer brennend, warum der beliebte Pater Jakob Unterthingau verlassen muss, obwohl er sich zur Übernahme der Pfarreiengemeinschaft bereit erklärte. Dazu äußerte Ruf, dass Pater Jakob «schon vor drei Jahren wusste, dass er nicht die Pfarreiengemeinschaft übernehmen kann». Die Stelle wurde - wie üblich - neu ausgeschrieben, denn eine Pfarreiengemeinschaft solle stets mit einem neuen Priester beginnen. Dies habe Vorteile für alle Seiten. Über persönliche Details, so Ruf, könne und dürfe er keine Auskünfte geben.

Als nächstes erfolgen laut Ruf Informationsveranstaltungen in den Pfarreien. Es würden Fortbildungen und Seminare für Pfarrgemeinderäte und Interessierte angeboten sowie ein Koordinationsteam gebildet. Die «Hauptverwaltung» sei in Unterthingau, in Görisried könne voraussichtlich eine «Nebenverwaltung» erhalten werden, hoffte der Redner. Die neue Pfarreiengemeinschaft sei «auf Dauer», also nicht kurzfristig, angelegt. Und deren Namensgebung sei noch keine beschlossene Sache.

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