Langweg
Neuer Bahnübergang bei Fechsen wird um wenige Meter neben altem verlegt

Der alte Bahnübergang bei Fechsen, der direkt von den Kiesgruben auf die Kreisstraße führt, bleibt geschlossen. Dafür könnte nur wenige Meter entfernt ein neuer entstehen und den Langweg in Thalhofen vom Schwerlastverkehr befreien, worauf die Anwohner seit Jahren sehnsüchtig warten. Bertram Mooser vom Kaufbeurer Büro Mooser Ingenieure stellte im Bauausschuss entsprechende Pläne vor.

Ein gewisses Schmunzeln konnten sich die Stadträte nicht verkneifen, als sie Kämmerer Wolfgang Guggenmos hörten. Der hatte mit Mooser an einem Gespräch mit der Bahn Netz AG in Nürnberg teilgenommen. Die Bahn könnte sich vorstellen, das Problem Bahnübergang verfahrenstechnisch so lösen: Der Übergang an Kilometer 2,543 bleibt zu, als Ersatz wird der Übergang Schweinberg in unmittelbare Nähe verschoben. Denn einmal geschlossen, bleibt geschlossen. Der Effekt bleibt freilich der gleiche: Der Schwerlastverkehr soll eine andere Route als die durchs Wohngebiet nehmen.

Mooser stellte << grobe Überlegungen >> vor, wie der Lastwagenverkehr geleitet werden könnte. Der neue Übergang erhält beiderseits der Schienen Aufstellspuren, die genau im rechten Winkel auf die Gleise treffen. Auf diese Weise sollen die Fahrer die Stelle besser einsehen können, denn der Übergang wird nur mit Andreaskreuzen gesichert, also weder mit Voll- noch mit Halbschranken. Dies wurde mit dem geringen Verkehrsaufkommen begründet.

Laster und Fußgänger getrennt?

Unabhängig davon sei denkbar, sagte Mooser, den bisherigen Weg zwischen Langweg und künftigen Übergang für Laster auszubauen und für Radfahrer sowie Fußgänger einen eigenen Weg auf der anderen Bahnseite und somit getrennt vom Fahrzeugverkehr zu bauen. Das koste einschließlich Radweg << grob geschätzt >> und je nach Ausführung des Radwegs 440000 Euro.

Im weiteren Verlauf zwischen Übergang und Fechsen könnte zur Anbindung neuer Kiesabbaugebiete eine Gemeindestraße erstellt werden. Dieser Abschnitt koste rund 710000 Euro.

Mooser stellte, nachdem in der Diskussion die Frage nach der Notwendigkeit der neuen Straßen aufkam, klar, dass der Vorschlag die Maximallösung sei. Es sei genauso gut möglich, nur den Übergang mit den Anfahrtsschleifen und Aufstellspuren zu bauen. Weil es sich um eine Maßnahme handele, die der Sicherheit dient, sei auch mit Zuschüssen zu rechnen.

Der ebenfalls erwähnte Vorschlag, den Übergang am Langweg komplett für jeglichen Fahrzeugverkehr zu sperren, wurde rasch verworfen.

Es braucht seine Zeit

Obwohl zunächst vorgesehen, gab der Bauausschuss noch nicht die Marschrichtung für die weitere Planung vor. Vielmehr soll das Thema erst in den Fraktionen und dann noch einmal im Stadtrat beraten werden. Eile ist bei diesem Projekt allerdings kaum geboten. Denn für die Planung des Übergangs rechne die Bahn mit mindestens 13 Monaten, sagte Mooser.

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