Sankt-Martin-Schule
Neubau der Sankt-Martin-Schule in Marktoberdorf wirft seine Schatten voraus

Ein Neubau für die neue Grundschule St. Martin hat im Zentrum Platz. Dies ergab die Prüfung des Raumprogramms für den Schulneubau. Allerdings wird die Schule künftig nicht mehr - wie bisher - drei Klassen je Jahrgang haben, sondern nur noch «zwei plus x», wie Bürgermeister Werner Himmer unserer Zeitung erklärte. Im Konzept für die Martinsschule in der Stadtmitte sind auch Sportanlagen sowie Kindergarten und Hort vorgesehen. Eine zweite städtische Kinderkrippe soll nun neben dem Peter-Dörfler-Kindergarten entstehen und nicht mehr im Zentrum. Zudem ist eine Vergrößerung der Adalbert-Stifter-Schule nötig.

Die Verschiebung von Klassen macht eine Umsprengelung nötig. Diese hat die Regierung von Schwaben bereits genehmigt, berichtet Himmer. Konkret bedeutet dies, dass schon ab nächster Woche Erstklässler beispielsweise aus der Zeppelinstraße oder dem Gschlatt in Thalhofen unterrichtet werden. Im Norden war bisher der Jörglweg die Grenze des Schulsprengels für die Adalbert-Stifter-Schule. Künftig gehen auch Kinder aus der Simon-Baumann-Straße in diese Schule. Für die höheren Klassen bleibt alles beim Alten. Auch die Schülerinnen und Schüler aus Sulzschneid und Rieder lernen weiter in St. Martin Schreiben und Rechnen.

Bezüglich des Raumprogramms sollen die Abstimmungen mit der Regierung zügig abgeschlossen werden. Dann muss der Stadtrat entscheiden, wie die Kommune das Bauvorhaben im Zentrum finanziert, das Schätzungen zufolge je nach Größe 7 bis 8 Millionen Euro kosten dürfte.

Kooperation mit Investor?

Neben einer Finanzierung aus der Stadtkasse ist für Bürgermeister Himmer eine Öffentlich-Private-Partnerschaft (ÖPP) denkbar. Dabei baut ein privater Investor die Schule und verantwortet den Gebäudeunterhalt über eine längere Frist hinweg. Die Stadt bezahlt über eine Art Miete die Investition. Der Landkreis Ostallgäu wählte ein solches Finanzierungsmodell beispielsweise für den Bau des neuen Gymnasiums in Buchloe. Abhängig ist dies aber auch von den Zuschüssen, die ebenfalls mit der Regierung von Schwaben geklärt werden müssen.

Steht die Finanzierung, kann konkret in die Planung eingestiegen werden. Noch ehe es in St. Martin richtig los geht, werden wohl im nächsten Jahr in der Stifter-Schule die Handwerker anrücken, um Raum für neue Klassen, einen Hort (beziehungsweise Ganztagsklassen) und eine Schulaula zu schaffen. Denn in der Stifter-Schule wird es ab Herbst 2012/13 ein Ganztagsangebot ab der 3. Klasse geben.

<< Baubeginn 2013 >>

Bei der Martinsschule werden 2012 vor allem Planungen laufen. << Ein Baubeginn ist wohl erst 2013 realistisch >>, meint Himmer. Fertig sein dürfte die Schule 2014 oder 2015, meint der Bürgermeister. Ob auch dort eine Ganztagsklasse angeboten wird, sei zunächst Sache der Schule, so Himmer. Das hänge auch von der Nachfrage ab. Da Räume für den Hort auch für die Ganztagsangebote genutzt werden könnten, sei man auf der sicheren Seite.

Eines steht nach den Erhebungen des Planungsbüros Dobler-Consult und Gesprächen mit den Fraktionssprechern im Stadtrat inzwischen fest: Von der alten Sankt-Martinsschule dürfte kaum etwas übrig bleiben. Erhalten wird aber das Gebäude des Kindergartens an der Eberle-Kögl-Straße, das den Straßenzug stark prägt.

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