Museum
Nachfahren des Südseekapitäns von dessen Heimatort und vom Museum beeindruckt

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«This is paradise here»: Ein Paradies nennt Silvia Gonzales Sanz aus Mendoza in Argentinien den Heimatort ihres Großvaters, des Kapitäns Karl Nauer. Das Museum, das Obergünzburg für dessen Südseesammlung gebaut hat, überraschte und erstaunte sie und ihre Mutter, Felicitas Nauer Gonzales Sanz.

Ein so modernes und ganz besonderes Museum hätten sie nicht erwartet, versicherten beide Besucherinnen beeindruckt. Ihr Vater sei immer stolz auf seine Sammlung gewesen, sagte Felicitas Nauer Gonzales Sanz. Die Wertschätzung, die diese in Obergünzburg erfährt, freute sie.

Nachdem über Internetrecherchen der Kontakt zur Familie des Obergünzburger Ehrenbürgers Karl Nauer hergestellt war, schickten Museumsleiter Ulrich Habich und Peter Hübner vom Förderverein Informationsmaterial über das Südseemuseum an Nauers Tochter und Enkelin.

Diese entschieden sich zu einer Reise nach Deutschland. Die Tage in Obergünzburg sollten auch Raum für einen Besuch am Grab Anton Nauers, Bruder des Kapitäns bieten, für die Erkundung des Ortes und für private Begegnungen. Die Nauersche Südseesammlung stand ganz obenan im Programm.

So geht es nach der Herfahrt von München unter der Führung von Habich und Hübner im imaginären Fahrstuhl durch den Erdmittelpunkt nach Melanesien. Nauers Schiffs-Routen in den Jahren vor dem 1. Weltkrieg werden studiert, das Original-Südseehaus aus Vanuatu betreten.

Mit Interesse und vielen Fragen werden Alltags- und Kultgegenstände betrachtet, Waffen, Malangganfiguren und Masken. Erinnerungen werden wach. Oft ist Felicitas Nauers Bemerkung zu hören: << My father used to say >> - mein Vater sagte immer

Die 83-Jährige beschreibt ihn als einen hart arbeitenden, intelligenten und hilfsbereiten << Selfmademan >>, der schließlich, durch die Einführung des Tunganbaus, eines Rohstoffs für Autolacke, in Argentinien wohlhabend wurde.

Nach dem Tod ihrer Mutter und der Wiederverheiratung ihres Vaters mit Elena Nürnberg, so Felicitas Nauer, sei sie ins Internat gekommen, habe dann bei der Schwester ihrer Mutter gelebt und später noch ein Jahr beim Vater auf der Farm in Misiones verbracht. 1953 heiratete sie Florentino Gonzales Sanz.

Tochter Silvia, die als Englischlehrerin tätig ist, hat einen älteren Bruder, Luis, und einen Zwillingsbruder, Marcello, der Seereisen mit seinem Segelboot liebt. Die Brüder haben jeweils zwei Kinder.

Felicitas Nauer betrachtet den << Sternenhimmel >> der Südseesammlung. << Großartig >>, sagt sie. << Wir lernen hier eine Menge. >> Am Ende des Museumsrundgangs wendet sie sich dankend an Hübner und Habich: In Obergünzburg sei sehr gute Arbeit geleistet worden. - << You did a very good job. >>

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