Büv Untrasried
Mehr Geld für Straßen und Wege

Ein dringender Wunsch der Untrasrieder wurde in der Bürgerversammlung im Gasthof «Bären» bekannt: Da die Straßen und Wege in der Gemeinde immer schlechter würden, soll dafür künftig mehr Geld ausgegeben werden.

Bürgermeister Alfred Wölfle bestätigte, dass dies auch Wunsch des Gemeinderats sei, weshalb im Haushalt 2011 ein größerer Posten eingeplant werde. Bisher waren dies 30000 Euro, doch damit sei es für eine Sanierung des Straßen- und Wegenetzes der Kommune nicht getan, befürchtete der Rathauschef, es sei wohl eine deutliche Erhöhung der Summe notwendig.

Vor einigen Jahren war dieses Thema schon einmal auf dem Tisch. Doch lehnte eine Mehrheit der Landwirtschaft eine angedachte Flurbereinigung ab, sodass die Kommune diesen Weg nicht weiter verfolgte. Die Bürger interessierten sich auch für die möglicherweise kommende Straßenausbau-Beitragssatzung und deren Folgen. Der Bürgermeister hielt die Zeit für richtig, die Belastungen für innerörtliche Sanierungen in Zukunft den Anwohnern aufzuerlegen. Ein Redner wies auf die starken Schäden am neuen Radweg Untrasried-Immenthal hin, für die noch eine Gewährleistungspflicht bestehe.

Absichtlich langsam entwickeln

Mit dem Vorschlag eines Bürgers zur Nachtabschaltung der Dorfbeleuchtung wird sich der Gemeinderat in einer seiner nächsten Sitzungen befassen. Ab heuer sollen von der Gemeinde Hundeklos aufgestellt und betreut werden, versprach der Bürgermeister. In Untrasried stünden den Bauwilligen acht Plätze zur Verfügung, das Gewerbegebiet-West soll absichtlich langsam weiter entwickelt werden, sagte Wölfle, «es geht sozusagen Zug um Zug». Nach dem Verkauf eines Grundstücks an eine einheimische Firma soll demnächst die weitere Erschließung des Gewerbegebietes erfolgen.

Im Kindergarten könnten noch zehn Kinder aufgenommen werden. Durch die geringere Auslastung gegenüber dem Vorjahr erhöhe sich das Defizit von bisher 1500 auf 2240 Euro je Schützling. Mit den Kosten für sogenannte Gastkinder seien rund 110000 Euro aufzubringen. Von den Eltern wurde der Zustand der Räume und sanitären Anlagen in einer Umfrage als sehr schlecht eingestuft. Deshalb befasse sich der Rat bald mit der Sanierung des Gebäudes, dem «dritten Bauabschnitt alte Schule». Derzeit wird der zweite Bauabschnitt mit einer Sanierung des Landjugendheims durchgeführt.

Als erfolgreich stellte Wölfle die Fotovoltaikanlagen der Gemeinde dar. Seit Juni 2010 wurden fast 40000 Kilowattstunden erzielt. Bei noch mehr Sonnenschein könnten die drei Anlagen in acht Jahren abbezahlt sein. Da sich die Einnahmen der Kommune besser darstellten als befürchtet, konnte die Verschuldung leicht gesenkt werden. Ein besonderer Dank des Gemeindechefs galt dem Rentnerdienst, der wieder ehrenamtlich mehrere Projekte und Pflegemaßnahmen erledigte sowie allen Bürgern, die sich zum Wohl der Gemeinschaft verdient gemacht hatten.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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