Pontifikalamt
Marktoberdorfer Kirchenchor und -orchester führen Chiavacci-Messe zu Kurfürst Clemens 200.Todestag auf

Kirchenchor und -orchester der Stadtpfarrkirche St. Martin führen beim Pontifikalgottesdienst am Sonntag, 29. Juli, zum 200. Todestag von Kurfürst Clemens Wenzeslaus eine Messe des Italieners Vincenzo Chiavacci auf. Chiavacci war ein Zeitgenosse des Kurfürsten.

Von der Lebensgeschichte des Komponisten, der um 1760 in Rom geboren wurde und gegen 1815 in Warschau starb, ist nicht viel bekannt.

Man weiß nur, dass er für Mailand mehrere Opern schrieb und dass er sich mehrere Jahre in Wien aufhielt und später der Warschauer Oper vorstand. Seine Frau war Primadonna an der Scala, ebenso an europäischen Bühnen.

Beim Um- und Orgelneubau der Münchner St.-Anton-Kirche wurde Chiavaccis 'Missa solemnis in Es-Dur' in handschriftlicher Form entdeckt. Der Komponist erwähnt als Kompositionsanlass lediglich einen bevorstehenden Namenstag von Clemens Wenzeslaus (23. November), enthält jedoch keine Datierung.

Die Messe, so schrieb Chiavacci, sei 'A Sua Alterra Reale Al Principe Vescovo di Augsbourg', also dem Augsburger Bischof gewidmet – und der war eben Clemens Wenzeslaus.

Die Solisten sind Priska Eser, Sopran, Eva Rüth, Alt, Richard Dauner, Bass, und Andreas Hirtreiter, Tenor. Letzterer war in der Münchener Pfarrei St. Anton Chorleiter, hat die Partitur entdeckt und in den heute gebräuchlichen Notenschlüssel übertragen.

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