Antrag
Marktoberdorfer Grüne stellen Antrag für Bürgerwindrad

Die Grünen im Marktoberdorfer Stadtrat wollen prüfen lassen, wo im Stadtgebiet der Bau eines kommunalen Windrades sinnvoll ist. Einen entsprechenden Antrag reichte Fraktionssprecherin Clara Knestel nun bei Bürgermeister Werner Himmer ein.

Knestel verweist auf den Atomausstieg, der ein verstärktes Engagement für erneuerbare Energien nach sich zieht. Sie schlägt vor, die Verwaltung solle sich - unter Berücksichtigung des neuen Windatlasses - auf die Suche nach einem geeigneten Standort begeben.

Möglichst breite Zustimmung nach Bidinger Vorbild

Ihrer Fraktion schwebt eine kommunale Anlage vor, an der die Bürger beteiligt sein sollen. Die Grünen verweisen auf die Nachbargemeinde Bidingen, wo die Gemeinde nach einem positiven Bürgerentscheid, den der Gemeinderat veranlasst hatte, ein Windrad bauen will. Nun werden die Pläne für eine Anlage mit 130 Meter Nabenhöhe und einem Rotordurchmesser von 101 Metern weiter konkretisiert.

Auch die Grünen in Marktoberdorf wünschen sich eine starke Bürgerbeteiligung, um eine möglichst breite Zustimmung zu dem Projekt zu erhalten. Sie schlagen zudem vor, mit den Nachbargemeinden Kontakt aufzunehmen und gegebenenfalls Zufahrten und Infrastruktur für Windräder gemeinsam zu nutzen.

Bisher nur ein Vorranggebiet

Im Flächennutzungsplan ist momentan auf städtischer Flur ein einziges Vorranggebiet für die Nutzung der Windenergie ausgewiesen. Dieses liegt südwestlich von Schwenden. 2009 hatte der Bauausschuss entschieden, keine weiteren Flächen dafür auszuweisen, da die Stadt weniger Einfluss auf eine Baumaßnahme habe, wenn die Fläche im Regionalplan vorgesehen sei. Stattdessen wollte man nur Regelungen im Flächennutzungsplan festlegen und so gegebenenfalls mitentscheiden, wer ein Windrad errichtet.

Gegen den Standort bei Schwenden hatte es schon in den Jahren zuvor immer wieder Proteste aus der Bevölkerung gegeben.

Haltung auch im Allgäu im Wandel

Die Haltung zur Windkraft ist derzeit im Allgäu allerdings im Wandel. Im Regionalen Planungsverband denkt man darüber nach, Windräder auch näher an den Bergen zuzulassen. Momentan beginnt südlich der Marktoberdorfer Stadtgrenzen ein Ausschlussgebiet für Windkraft. Den Generatoren mit ihren großen Rotoren wird im regenerativen Energiemix zunehmende Bedeutung beigemessen.

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