Umbau
Marktoberdorfer erwirbt Immobilie von Hypo Alpe Adria

Zuletzt war darin ein «Abenteuer- und Erlebnispark» für Kinder untergebracht, und ein Abenteuer war wohl für die österreichische Hypo Alpe Adria auch ihre Zeit als Eigentümerin der Marktoberdorfer Tennishalle am Mühlsteig: Der in den letzten Jahren in schwere Turbulenzen geratene Bankenkonzern hat seine Ostallgäuer Immobile jetzt verkauft.

Dies bestätigte Konzernsprecher Dominic Köfner (Klagenfurt) unserer Zeitung. Keine Angaben machte er zum Kaufpreis. Neuer Eigentümer ist ein Marktoberdorfer, wie die AZ aus anderer Quelle erfuhr. Er und seine Familie wollen nach Umbauarbeiten im Herbst wieder einen Kindererlebnispark in der Halle eröffnen. Nicht von dem Eigentümerwechsel tangiert sind das Lokal << Fentilator >> und die Kegelanlage, auch nicht das Areal selbst, da der Grund nach dem Erbbaurecht vergeben ist.

Die Hypo Alpe Adria Bank, an der 2007 die Bayern LB die Mehrheitsbeteiligung übernommen hatte, Ende 2009 aber in österreichischen Staatsbesitz wechselte, hatte die Halle zum Verkauf ausgeschrieben. Es gab zwei Interessenten, nach Informationen der AZ waren es eine Einzelperson und ein hiesiger Verein. Der Meistbietende erhielt den Zuschlag.

Umbau mit neuem Angebot

Konzernpressesprecher Köfner deutete an, dass sein Haus froh ist, die Immobilie verkauft zu haben. Eine Bank sei nun mal nicht der geeignetste Eigentümer einer Tennishalle. Die Hypo Alpe Adria wolle sich auf ihr Kerngeschäft konzentieren, << der Verkauf ist für die Bank gut >>, merkte Köfner an.

Neuer Eigentümer ist Andreas Kneißl. Seine Familie werde zusammen mit einem Team die Halle wieder betreiben, und zwar wie früher mit einem Erlebnisangebot für Kinder, so der Marktoberdorfer auf Nachfrage unserer Zeitung. Mit den Umbau- und Sanierungsarbeiten sei bereits begonnen worden. Er geht davon aus, dass die Eröffnung im Herbst sein kann. Kneißl betonte, man wolle ein << komplett neues >> Angebot für den Nachwuchs schaffen. Zur Kaufsumme sagte er lediglich, der Preis sei << fair >> gewesen.

Der Eigentümerwechsel war im Rathaus bisher nicht bekannt. Laut Bürgermeister Werner Himmer erhielt die Stadt im vorliegenden Fall keinen Vorkaufsrecht-Hinweis vom beurkundenden Notar, weil das Baugesetz dies bei Erbpacht nicht vorsieht. Hätte man ein Vorkaufsrecht nutzen können, hätte er dies auf jeden Fall dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt, so Himmer.

Er persönlich wäre jedoch eher gegen einen Kauf gewesen. Die Tennishalle war vor zwei Jahren mit einem Neubau der Martinsschule in Verbindung gebracht worden. Der damalige TC-Vorsitzende Wolfgang Schuster hatte die Idee, die Stadt solle die Halle für den TC kaufen und sanieren, im Gegenzug hätte der Verein seine Plätze für einen Schulneubau frei gemacht. Dieser Vorschlag wurde aber vom Stadtrat nicht weiter verfolgt.

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