Seidenstraße
Marktoberdorfer Duo auf abenteuerlicher Tour nach China

Für viele nähert sich der Sommerurlaub dem Ende, die meisten haben ihn bereits hinter sich. Nicht so Peter Schröder und Thorsten Lipp. Wobei die Tour der beiden Marktoberdorfer alles anders als Urlaub ist, eher Abenteuer. In diesen Tagen sind sie unterwegs durch Russland – mit einem 14 Jahre alten Mercedes. Mit neun anderen Teams und Begleitfahrzeugen fahren sie von Hamburg nach China, genauer: nach Shanghai. Ein Trip von Hamburg aus in 56 Tagen.

New Silk Road, neue Seidenstraße, heißt das von China Tours organisierte Unternehmen über 15 000 Kilometer. Bei herrlichstem Wetter brach der Tross von der Hansestadt auf in Richtung Osten, verabschiedet vom chinesischen Generalkonsul Huiqun Yang. Start und Ziel sind zwei gleichnamige Teehäuser, die Yuyuan-Park-Teehäuser.

Sonderprüfungen weiterer Anreiz

Regelmäßige Sonderprüfungen 'garnieren' die Rallye, bei der die Devise lautet: heil ankommen. Die erste erfolgte nach der gemeinsamen Ausfahrt aus Breslau. Es handelte sich um eine Gleichmäßigkeitsprüfung, bei der gut zwei Kilometer in drei Minuten bewältigt werden mussten. Team Nummer sechs mit Schröder/Lipp erreichte mit einem Schnitt von 40,77 Stundenkilometern Platz zwei und neun Punkte.

Von Polen aus ging es in die Ukraine. 'Es wird chaotischer', schrieb Peter Schröder in sein Reisetagebuch. 'In Lemberg sind wir beinahe auf die Straßenschienen aufgesetzt, da diese höher waren als die Straße. Im Hotel gibt es kein warmes Wasser, dafür als Ersatz Wodka. ,Das Gaswerk ist explodiert. Das ist üblich’, sprach der Hoteldirektor.'

Nach solchen Hindernissen konnte das Marktoberdorfer Duo die nächste Sonderprüfung, diesmal in Kiew, entspannt angehen. Auf dem Hotel-Parkplatz mussten die Mannschaften auf Zeit rückwärts in eine Parklücke und dabei so nah wie möglich an eine Markierung fahren.

Für eine Berührung des Begrenzungsbandes gab es Punktabzug. Schröder/Lipp sammelten fünf Punkte. Dies reicht momentan zum geteilten dritten Rang.

Am Abend zuvor genossen die Besatzungen am Ufer des Dnjepr ein großes Feuerwerk zum 21. Unabhängigkeitstag der Ukraine. Auch von der Stadtrundfahrt waren sie angetan, von Kiew, der 'Stadt der Kirchen und Kastanien', mit dem Weltkulturerbe Sophienkathedrale.

Rum statt Rubel

Inzwischen befinden sich die Teilnehmer auf russischem Boden. Der Grenzübertritt, schreibt ein Mitfahrer, sei angesichts der Fahrzeugkolonne mit einer Zeit von dreieinhalb Stunden als schnell einzustufen.

Er vermutet wohl nicht zu unrecht, dass dies unter anderem an der gut platzierten Flasche kubanischen Rums im Servicewagen gelegen haben könnte. Fazit: 'Das Abendessen im Hotel ist vorbereitet, und alle sind froh, ohne Probleme in Russland angekommen zu sein.'

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