Entwurf
Marktoberdorfer Busbahnhof unter Dach und Fach

Ein neuer zentraler Busbahnhof soll den Öffentlichen Personennahverkehr in Marktoberdorf attraktiver machen. Wie der Haltepunkt mit Umsteigemöglichkeit für bis zu sechs Busse aussehen soll, legte nun der Stadtrat fest. Er schloss sich in nichtöffentlicher Sitzung dem Urteil einer Fachjury an, die Entwürfe von 29 Architekturbüros begutachtet hatte. Das Rennen hatte ein Münchner Büro gemacht, das einen lang gestreckten Haltebereich für die Busse vorsieht, eine Unterstellmöglichkeit für 300 Fahrräder und einen Parkplatz für rund 50 Autos. Ergänzend ist eine Bahnunterführung möglich, um westlich der Bahn weitere Parkplätze zu schaffen - falls dort der Schrottplatz aufgelassen wird.

Alle Stadträte gaben nach einem Punktesystem ihr Votum zu den vier erstplatzierten Lösungen ab, berichtet Bürgermeister Werner Himmer über die Sitzung. Letztlich stand das Büro Pscherer, Pool und Boczek aus München als Sieger fest. Es wird laut Himmer nun beauftragt, die Pläne weiter auszuarbeiten. Himmer hält dessen Lösung für «praktikabel und gut umsetzbar», zudem dürfte das Vorhaben nicht zu teuer werden.

Querungen vermeiden

Stadtbaumeister Peter Münsch verweist auf einige nötige Ergänzungen am Entwurf: So soll das Architekturbüro klären, wie der Busbahnhof ohne zu viele Querungen von Geh- und Radweg an die Straße angeschlossen werden kann. Nun werde die Fläche genau vermessen, die die Bahn der Stadt verkauft. Die Stadt müsse dann erneut prüfen, ob darauf die Ideen des Architekten komplett umsetzbar sind.

Das Konzept des Münchner Büros sieht neben den überdachten Bussteigen aus Holz und Stahl einen Warteraum mit WC-Anlage vor. Zudem ist - vorläufig nur als Idee - eine Anbindung über die Bahnlinie hinweg vorgesehen. Thomas Pscherer, Martin Pool und Barbara Boczeck schlagen dafür östlich und westlich der Gleise einen Aufzug und eine dunkle Röhre vor. Hier wünscht sich der Stadtrat aber eine einladendere Lösung, bei der Tageslicht in die Unterführung kommt - auch wenn man zur Barrierefreiheit dennoch einen Aufzug brauche.

Laut Münsch geht es nun darum, die Details zu klären. Sein Ziel sei, den Förderantrag für das Projekt im Herbst zu stellen. Dann könnte vermutlich im Mai 2012 der Bau begonnen und bis Jahresende fertig werden. Zur Finanzierung hat die Stadt in der Finanzplanung mit 1,5 Millionen Euro für den Busbahnhof und 250000 Euro für den Parkplatz am Fendt-Kreisel kalkuliert.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen