Missglückter Einsatz
Marktoberdorf: Polizei stürmt ins falsche Schlafzimmer

Symbolbild.

Erst Monate später macht Erich Nieberle, Geschäftsführer des Ostallgäuer Kreisjugendrings, den missglückten Einsatz von Beamten des Landeskriminalamts (LKA) öffentlich. Denn statt vor einem Syrer, von dem möglicherweise Terrorgefahr ausgehen könnte, standen die Einsatzkräfte frühmorgens in Marktoberdorf im Schlafzimmer von Nieberle und seiner schwangeren Frau Regina Renner, berichtet die Allgäuer Zeitung (AZ).

Gegen 5:45 Uhr befand sich der 58-Jährige noch im Halbschlaf, als "drei Herren in schwarz, maskiert, Pistole im Anschlag" vor ihm und seiner Frau standen, erzählte Nieberle gegenüber der AZ. Kurz darauf soll den Beamten klar geworden sein, dass sie in der falschen Wohnung standen. Eine Etage unter Stadtrat Nieberle und Kreisrätin Renner wohnte der Mann, den die Beamten eigentlich suchten. Wie Nieberle im Gespräch mit der AZ erklärt, nahm das LKA den Vater der Familie mit. Der Verdacht gegen ihn habe sich nicht erhärtet und der Mann kam bald wieder nach Hause.

Weil die Wohnungstür des 58-Jährigen und seiner Frau sehr massiv war, musste die Polizei einen Schlüsseldienst anfordern. Trotzdem soll der Einsatz Spuren an der Tür hinterlassen haben – ein "kosmetischer" Schaden, sagt das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) auf Nachfrage der AZ. Nieberle ließ daraufhin die Tür tauschen und reichte die Rechnung über 900 Euro ein, doch erstattet wurden nur 810 Euro. Die Begründung des BLKA: Man habe die Nutzungsdauer abgezogen. Weil ihm nicht der gesamte Betrag erstattet wurde, ist der Geschäftsführer des Ostallgäuer Kreisjugendrings sauer und hat deshalb den Einsatz erst später öffentlich gemacht.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Donnerstagsausgabe unserer Zeitung vom 30.01.2020.

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