Neue Corona-Strategie
Marktoberdorf bewirbt sich als weitere Stadt im Allgäu für das "Tübinger Modell"

Marktoberdorfs erster Bürgermeister Wolfgang Hell: Die Stadt Marktoberdorf bewirbt sich für das Modell-Projekt. (Archivbild)
  • Marktoberdorfs erster Bürgermeister Wolfgang Hell: Die Stadt Marktoberdorf bewirbt sich für das Modell-Projekt. (Archivbild)
  • Foto: Benedikt Siegert
  • hochgeladen von Eileen Schwaninger

Die Stadt Marktoberdorf hat sich als Modellregion für das sogenannte "Tübinger Modell" beworben, so wie bereits die Stadt Kempten, ebenfalls die Stadt Lindau und seit Donnerstag auch die Stadt Memmingen. Das "Tübinger Modell" ist ein Modell-Projekt mit einem ausgeklügelten Corona-Hygienekonzept, dass weitere Lockerungen und Öffnungen erlaubt. In Tübingen ist es mit diesem Konzept unter anderem wieder möglich, in die Kinos zu gehen. Auch hat dort die Außengastronomie geöffnet. Dass solche Modelle jetzt flächendeckend eingeführt werden, hat nicht nur der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder bereits am Mittwoch angekündigt. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Regierungserklärung am Donnerstag Kommunen in ganz Deutschland dazu aufgerufen, eigene Modelle zu entwickeln.

Der lokale Einzelhandel ist nicht die Ursache

"Ich bin auch, wie aus unserem Antrag hervorgeht, der festen Überzeugung, dass der lokale Einzelhandel nicht der Quell der Infektionsübertragung ist. Wir sehen doch, die Infektionszahlen steigen auch bei geschlossenen Einzelhandelsgeschäften"teilt Marktoberdorfs erster Bürgermeister Wolfgang Hell in einem Presse-Statement mit. Auch die von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedliche Häufung der Infektionszahlen, unabhängig von der Größenordnung, weise auf ganz andere Ursachen hin. "Wenn wir die Gelegenheit zu einem Modellversuch bekommen, werden wir uns ins Zeug legen und mit allen Kräften daran arbeiten!" 

Brief an Holetschek: "Wir wollen Perspektiven bieten"

In einem Brief an den Bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek (Link auf PDF) teilt Bürgermeister Hell mit, warum Marktoberdorf an dem Modellvorhaben teilnehmen möchte. Man erhoffe sich, den Bürgern und vielen kleinen Geschäften in der Stadt damit einen Lichtblick und eine Perspektive geben zu können.

Marktoberdorf schlägt zwei Varianten vor:

Variante 1: Einzelhandel und Gastronomie
Hier soll der Kunde zu Beginn einen Schnelltest machen durch geschultes Personal. Wenn das Ergebnis negativ ist, bekommt der Kunde einen Tagespass. Unter der Einhaltung strenger Hygienerichtlinien darf der Kunde dann Geschäfte und Gastronomie betreten.

Variante 2: Nur Gastronomie

Der Gast soll bei dieser Variante in einem abgetrennten Bereich der Gaststätte in Anwesenheit des örtlichen Personals einen Corona-Schnelltest durchführen. Wenn der Test negativ ausfällt, darf der Gast ohne größere Einschränkungen die Gasträume betreten. Zusätzlich müsse der Gast verpflichtend die Handy-App "darfichrein" (AKDB) oder "luca" vorweisen.

"Wir sind bereit, dieses Modell zusammen mit Ihnen schnellstmöglich umzusetzen", so Hell in seinem Brief an Holetschek.

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