Tag der offenen Tür
Landratsamt lockt mehr als 3000 Besucher - Vielfältiges Angebot der Ostallgäuer Behörde

Bei Regen und Kälte draußen nutzten viele Ostallgäuer den Tag der offenen Tür im Landratsamt in Marktoberdorf, um die neuen und sanierten Räume der Behörde hautnah zu erleben: Laut Landratsamt kamen mehr als 3000 Besucher. Und die erwartete ein vielfältiges Programm: Kaum im Bürgerservice angelangt, konnte man schon ein Go-Kart durch den «Rauschbrillenparcours» steuern. Die Brille simulierte dabei 0,8 Promille.

Vom «Auto» ausgestiegen, dröhnt bereits Musik vom ersten Stock herunter. Also begeben sich die Besucher weiter auf Entdeckungsreise. Oben spielt gerade Sternblut, die Kinder in der ersten Reihe lauschen andächtig und auch viele Erwachsene hören sich die Ebenhofener Nachwuchsband an.

Von Musik beschwingt geht der Rundgang weiter: Wo war noch gleich der Einbürgerungstest? Richtig, Ausländerbehörde. Mitarbeiter Guido Holzheu verrät, dass die meisten Teilnehmer den Test auch geschafft haben. «Viele fanden ihn aber gar nicht so einfach.» Dann wandert der Blick weiter zum Aufzug des Gebäudes: Da tritt eine Frau mit Rollator heraus: «Ich komme hier wunderbar zurecht», freut sich die 88-jährige Johanna Nückel aus Marktoberdorf.

Am Geländer wird nachgebessert

Wer sich umsieht, bemerkt viele zufriedene Gesichter, die die «hellen und freundlichen Räume» loben. Kritik der Besucher bleibt allerdings nicht lange aus. So wird das Treppengeländer von vielen als nicht praktisch empfunden. Weil der Handlauf aus Holz relativ breit ist, kann man sich daran nur schlecht festhalten. «Da werden wir nachbessern», verspricht Landrat Johann Fleschhut. Mit dem Architekten habe er bereits gesprochen. Technisch könne man da problemlos etwas machen.

Insgesamt zeigte sich Fleschhut mit dem Verlauf des Tages aber sehr zufrieden: «Es war ein Riesenaufwand, unsere Mitarbeiter haben für diesen Tag sehr viel geleistet.» Dafür stimmte die Resonanz, mit so vielen Besuchern hatte die Behörde gar nicht gerechnet. Fleschhut war wichtig, «dass wir den Leuten neben den neuen Räumen auch präsentieren konnten, was wir hier alles machen».

Entspannt schauten sich auch viele Eltern Angebot und Räume des Landratsamts an. Ihre Kinder ließen sich derweil bei der Kinderbetreuung schminken, malten Bilder und bekamen Buttons mit ihren Namen drauf, was die Kleinen sichtlich freute.

Eine Radium-Cäsium-Messung war im Vorfeld ebenso angekündigt worden. Wer einen Geigerzähler wie auf den Bilder aus Japan erwartete, wurde enttäuscht. Die Anlage dient der Messung des Cäsiumgehalts beispielsweise in Wildschweinfleisch.

Mit neuen Einblicken und Informationen zur Arbeit des Landratsamts gingen viele Besucher nach Hause. Ein Wiedersehen wird es beim nächsten Behördengang der Bürger geben - und der kommt bestimmt.

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