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Landkreis plant Ausbau in Aitrang - Standort für Gedenkstein weiterhin unklar

Zum Gedenken der Opfer des Zugunglücks im Jahre 1971 in Aitrang wird die Gemeinde einen Gedenkstein errichten. Dies beschloss der Gemeinderat mit elf zu drei Stimmen in seiner jüngsten Sitzung. Hin und her gerissen waren die Mitglieder des Rats bei der Diskussion über die Errichtung eines Gedenksteins für die 28 Toten des Zugunglücks in Aitrang.

Nach über 40 Jahren sei zwar die Schaffung eines solchen Trauerortes für die Angehörigen nicht mehr notwendig, vielmehr solle er aber als Mahnmal für die Vergänglichkeit des Lebens stehen. Zur Auswahl standen eine Gedenksäule aus Basaltstein, ein Feldkreuz oder ein Naturstein. Letzterer fand die mehrheitliche Zustimmung. Die Kosten belaufen sich auf zirka 500 Euro, wobei Spenden in Aussicht gestellt sind. Noch nicht geklärt werden konnte der Standort des Steins. Da aber mehrfache Anfragen der Gemeinde bei der Bahn unbeantwortet blieben, werde er auf Gemeindegrund aufgestellt, so Bürgermeister Jürgen Schweikart. Vorgeschlagen wurde eine Grünfläche gegenüber dem Sportplatz oder in unmittelbarer Nähe des Unglücksortes. Gut zu sehen sein solle die Erinnerungsstätte, so die vielfache Meinung der Räte.

Im öffentlichen Interesse

Die privaten Eigentümer der «Portlinde» in Aitrang wurden von der Unteren Naturschutzbehörde aufgefordert, im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht die alle fünf Jahre fällige Kronenpflege durchzuführen. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 1300 Euro. In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde die Kosten für Baum- und Kronenpflege übernommen. Da der Erhalt dieses Naturdenkmals im öffentlichen Interesse stehe und die Kosten für einen privaten Eigentümer nicht zumutbar seien, wurde eine weitere Kostenübernahme diskutiert. Der Familie Port soll der Vorschlag gemacht werden, den Grund mit Baum an die Gemeinde abzutreten.

Als einzige größere Tiefbaumaßnahme wird der Landkreis den Ausbau der Friesenrieder Straße durchführen, informierte Schweikart. Neben dem Kanalbau soll auch die Hauptwasserleitung, die teilweise aus dem Jahr 1968 stammt, erneuert werden. Die Kosten für Aitrang belaufen sich auf 116000 Euro. Sobald die Planungen abgeschlossen sind, wird es eine Anliegerversammlung geben. Der Baubeginn ist für Mitte Juni geplant.

Weitere Baumaßnahme wird die Erneuerung der Lengenwangbrücke bei Krähberg sein, die der Gemeinderat einstimmig beschloss. Die Kosten in Höhe von 20000 Euro sollen im Haushalt 2011 bereitgestellt werden. Ausschlaggebendes Entscheidungskriterium war die längere Haltbarkeit der Brücke im Vergleich zu einer rund 7700 Euro teuren Sanierung. Bei der Brücke in der Römerstraße wiederum sprach sich das Gremium für eine Sanierung aus (Kosten zirka 8000 Euro).

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