Grüner Baum
Kraftisried sucht neuen Pächter für Gasthof

Die Gemeinde Kraftisried verliert zum 1. Juli den Gastwirt, der als Pächter des gemeindeeigenen 'Grünen Baumes' die Wirtschaft betrieben hat. Dabei ist der Betreiber erst im Oktober vergangenen Jahres eingezogen. Die Erfahrung in jüngster Zeit sei aber gewesen, 'dass einmal auf und einmal zu war', wie die Gemeinderäte jetzt betonten. Früherer 'Dreiklang': Schule, Kirche, Gastwirtschaft

'Früher war es ein Dreiklang: Schule, Kirche, Gastwirtschaft.' Daran erinnerte Kraftisrieds Zweiter Bürgermeister Ludwig Brenner, der die Gemeinderatssitzung leitete.

Um gleich darauf festzustellen: 'Bei uns in Kraftisried hat das gewechselt. Haben wir einen Wirt gehabt, dann hatten wir keinen Pfarrer und umgekehrt. Seit einiger Zeit haben wir das Glück, einen Pfarrer und einen Wirt zu haben.'

Damit scheint es nun nach nicht einmal einem Jahr wieder zu Ende zu sein. Der Gastwirt hat zum 1. Juli gekündigt. 'Es ist ein bedauerlicher Schritt, wenn wir diese Trennung jetzt vollziehen müssen', bedauerte Brenner. Angekündigt hätten sich die Probleme seit Längerem.

Bei der Diskussion im Gemeinderat wurde das Argument genannt, die Kommune sei zu klein für einen Wirt. Die Bevölkerungszahl sei einfach zu gering. Dem hielt ein anderes Ratsmitglied entgegen: Wenn der Wirt sein Geschäft verstehe und besondere Veranstaltungen mache, dann gehe es sehr wohl.

Als Beleg nannte er umliegende Betriebe, die teilweise ganz allein an Seen oder in kleinen Kommunen lägen und häufig sogar ausgebucht seien. 'Die Wirtschaft steht und fällt mit dem Wirt' war letztlich die vorherrschende Meinung im Rat.

Zudem, erinnerte sich ein Ratsmitglied, habe der Wirt bei seinem Einstellungsgespräch von diversen Veranstaltungen gesprochen, die er organisieren wolle. Passiert sei jedoch wenig.

Brenner will jetzt nicht aufgeben. Man werde wieder einen Betreiber suchen. Er hob die Vorteile des 'Grünen Baumes' hervor: Das Gebäude biete viel Platz, habe auch entsprechende Nebenräume.

'Wir wollen den Dreiklang Schule, Kirche, Gastwirtschaft wieder erreichen', meinte er: 'Obwohl es spätestens dann wieder schwierig wird, wenn die Schule aufgelöst wird…'

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