Breitband
Kraftisried stimmt für Glasfaser - Rat lehnt Funklösung ab

Beim angestrebten Ausbau mit Breitband-Internet hat sich der Gemeinderat Kraftisried jetzt einstimmig für ein Angebot der Telekom entschieden. Diese will Kraftisried mit Glasfaserkabel an die schnelle Datenautobahn anbinden. Eine Versorgung mittels Funk lehnten die Gemeinderäte ebenfalls einstimmig ab – da die Bürger bereits genug Bestrahlung ausgesetzt seien.

'Nur für Ortskern samt Umkreis'

Wie Bürgermeisterin Jutta Breitenmoser berichtete, wurde durch eine Erhebung im Gemeindegebiet inklusive der Außenbereiche ermittelt, wie schnell die jetzige Internetverbindung ist. Daraufhin wurden Angebote eingeholt.

Alfred Wöcherl von der Breitband-Initiative Bayern erklärte die drei eingegangenen Offerten. Die der Telekom bezieht sich demnach 'nur auf den Ortskern samt Umkreis'. Damit decke sie aber 85 bis 95 Prozent des Bedarfs ab.

Durch die teureren Angebote der zwei anderen Firmen, die mit Funk arbeiten, hätte das gesamte Gemeindegebiet – mit Einzelgehöften – angeschlossen werden können.

Weiteres Thema im Rat war das Gewässerentwicklungskonzept für Aitrang, Kraftisried und Unterthingau. Dieses stelle eine Grundlage für fachgerechte Pflege-, Unterhalt- und Ausbaumaßnahmen dar, erläuterte Landschaftsarchitekt Thomas Puschmann aus Irsee.

Die dazugehörige Strukturkartierung sei ein wichtiger Beitrag zur Bewertung der ökologischen Funktionsfähigkeit des Fließgewässersystems. Sie zeige auf, wo das Gewässer vom natürlichen Zustand abweicht.

Puschmann ging dann für Kraftisried auf einzelne Verbesserungsmöglichkeiten ein, die dafür sorgen sollen, dass das Wasser möglichst lange im Gebiet verbleibt, also möglichst langsam abfließt und so die unterliegenden Gemeinden vor Hochwasser schützt.

Bei der Tierkörperbeseitigungssanstalt (TBA) schlug er beispielsweise vor, anstatt einer Verbauung die Bachsohle anzuheben und so die Fließgeschwindigkeit zu verringern. Außerdem sollte der Bach möglichst nicht durch die dortigen Teiche fließen, um dessen Wasser nicht zu erwärmen. Denn die dadurch entstehende Sauerstoffarmut sei für viele Kleintierarten schädlich.

BOS-Sender: Standort gefunden

Breitenmoser berichtete, dass mit der örtlichen Initiative, den Fachbehörden und dem Gemeinderat Wildpoldsried ein Standort für den Behördenfunk-Sender (BOS) gefunden wurde.

Wegen des Untergrunds komme der Sender nicht auf Kraftisrieder Flur, sondern knapp über der Grenze auf Wildpoldsrieder Flur. Die geringste Entfernung zu jeglicher Bebauung in beiden Gemeinden betrage rund 1000 Meter.

Die Gemeinde Kraftisried ist aber damit einverstanden, dass die Zuwegung auf Kraftisrieder Flur erfolgt. Nachdem sich der Gemeinderat Wildpoldsried für den Standort ausgesprochen hat, wird das weitere Verfahren über diese Gemeinde abgewickelt.

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