Gemeinderat
Knappe Mehrheit für Moormuseum in Stötten

Nach einer Stunde kontroverser Diskussion beschloss der Gemeinderat Stötten mit einem Stimmenverhältnis von 7:5, die Einrichtung eines Moormuseums weiterzuverfolgen. Voraussetzung ist allerdings, dass die in Aussicht gestellten Zuschüsse aus dem Leader-Programm der EU und von der Moorallianz zugesagt werden, entsprechende Räumlichkeiten gefunden werden und für Bauhof und Wertstoffhof eine Lösung gefunden wird.

Bereits in mehreren Sitzungen sei das Thema Moormuseum angesprochen worden, erinnerte Bürgermeister Joachim Ernst. Der Gemeinderat habe auch bereits einmal seine Absicht bekundet, ein solches Museum einzurichten.

Eine von ihm zusammengestellte Gruppe von Leuten habe inzwischen einige Vorarbeiten geleistet. Sie könne jetzt jedoch nur weiterarbeiten, wenn der Gemeinderat sich für die Einrichtung eines Moormuseums entscheide. Denn für die ab jetzt notwendigen Planungen seien Fachleute nötig, sodass Kosten entstünden.

Es sei klar, dass sich der Gemeinderat zuerst um die Erfüllung ihrer Pflichtaufgaben kümmern müsse. Doch sei er auch für die Weiterentwicklung der Gemeinde aus kultureller Sicht zuständig. Ein Moormuseum wäre nach dem Mooserlebnispfad MEP ein weiterer Schritt in diese Richtung.

Darauf sei auch von den Fachbehörden hingewiesen worden. Nach Ernsts Meinung würde sich das alte Feuerwehrhaus für ein solches Museum eignen. Allerdings seien dort derzeit die Geräte des Bauhofs untergestellt.

Könnte der geplante neue Wertstoffhof gebaut werden, wäre das bisherige Gebäude im Ort für den Bauhof frei und die gemeindlichen Geräte könnten dort untergestellt werden.

Laut Landratsamt seien die notwendigen Gelder für den Wertstoffhof zwar vorhanden, aber vorläufig noch als Bürgschaft für das Gymnasium Buchloe gebunden.

67 000 Euro Kosten für Umbau

Gemeinderat Erwin Hindelang zeigte auf, dass die Gemeinde für das Museumsgebäude, beziehungsweise den Umbau eines bestehenden Gebäudes über Leader mit bis zu 50 Prozent Zuschuss rechnen könnte.

Die Kostenschätzung für den Umbau des Feuerwehrhauses liege bei 67 000 Euro. Für die Ausstattung eines Moormuseums könne man von der Moorallianz derzeit mit 90 Prozent Zuschuss kalkulieren.

In der Diskussion stellte ein Großteil der Räte den Nutzen eines solchen Museums für den Ort selbst infrage, während die restlichen einen solchen Nutzen in Richtung Dorfgeschichte bzw. Identitätsentwicklung durchaus sahen.

Hindelang und Bürgermeister Ernst wiesen auf die sehr positiven Reaktionen hin, die sie zum MEP erhielten.

Dieser Moorpfad sei wirklich eine Attraktion, die viele Besucher anziehe und Gäste ins Dorf brächten, die hier einkauften und auch übernachteten.

Davon profitierten die örtlichen Geschäftsleute und über deren Steuern auch wieder die Gemeinde. Ein Moormuseum wäre laut Fachbehörden eine einmalige Attraktion innerhalb des Landkreises, welches die Gemeinde auch touristisch aufwerten würde.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by Gogol Publishing 2002-2020

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen