Ausbildung
Jugendliche im Ostallgäu von Unternehmen stark umworben

Was früher oft nur in Hochglanzprospekten stand, ist heute vielfach die Realität: Arbeitnehmer sind die wichtigste Ressource für Unternehmen. Besonders spürbar ist dies am Ausbildungsmarkt. 'Dieser wandelt sich grundlegend', so Oliver Heckemann, Leiter des Geschäftsbereichs Bildung der IHK Schwaben. Jugendliche können heute zwischen mehreren Ausbildungsoptionen wählen – wenn sie gute Noten haben. Doch auch für leistungsschwache Bewerber hat sich die Situation laut Heckmann deutlich verbessert.

Viele Ausbilder schlössen Verträge auch mit lernschwächeren Jugendlichen ab, wenn diese motiviert, leistungsbereit und zuverlässig seien.

Geringfügig mehr Lehrverträge in der Region

Bei der IHK waren Anfang August rund 360 offene Stellen von Firmen aus ganz Schwaben gemeldet, davon fast 40 Prozent im technischen Bereich. Auch bei den Kaufleuten, im Handel und in der Gastronomie gibt es noch Möglichkeiten.

Dem gegenüberstehen nur 134 suchende Bewerber, davon 30 mit dem Wunsch nach einer Teilzeitausbildung. 'Vor einem Jahr hatten wir zu diesem Zeitpunkt deutlich mehr Bewerber. In diesem Jahr greifen Firmen schneller zu', so Heckemann.

In der Region Ostallgäu/Kaufbeuren gab es fast eine 'Punktlandung'. Mit plus 0,8 Prozent liegt die Zahl der neuen Ausbildungsverhältnisse leicht über dem Niveau des Vorjahres. Dort zeigt sich wie in ganz Schwaben eine hohe Nachfrage im technischen Bereich.

Dabei ist mit einem Plus von 6,7 Prozent ein deutlicher Anstieg erkennbar. Ausgeprägt ist die Nachfrage nach Mechatronikern und Industriemechanikern.

'Wir hoffen, dass diese Entwicklung nicht zulasten der kaufmännischen Ausbildungsberufe erfolgt, wo wir in der Region einen Rückgang von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen haben', so Gerhard Schlichtherle, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Kaufbeuren und Ostallgäu.

Fachkräftemangel im produzierenden Bereich

'Zugleich wird deutlich, was für ein Fachkräftebedarf sich bei den produzierenden Unternehmen aus der Region abzeichnet', sagt IHK-Vizepräsidentin Katharina Wiedemann (Kaufbeuren). Trotz dieser guten Entwicklung gibt es für Bewerber ohne Lehrstelle weitere Möglichkeiten.

So sind bei der IHK für Kaufbeuren und das Ostallgäu noch 13 offene Ausbildungsplätze gemeldet, vor allem von kleineren und mittleren Unternehmen.

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