Neujahrsempfang
Investitionen zur rechten Zeit

Stolz auf die boomende Wirtschaft im Ostallgäu und Lob für das gute Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Politik standen im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs, zu dem der Informationskreis der Wirtschaft in Marktoberdorf in den Saal der Musikakademie eingeladen hatte. Deutlich wurde das gute Miteinander am Beispiel der Nestlé AG. Deren Werkleiter Thomas Seibert stellte als Hauptreferent die Entwicklung des Werkes Biessenhofen dar und verdeutlichte, warum ein Global Player im Allgäu 115 Millionen Euro investiert. Eine «Jahrhundertentscheidung», wie Landrat Johann Fleschhut sagte. Denn ohne diese Investition wäre der Nestlé-Standort Biessenhofen mit mehr als 600 Beschäftigten in Gefahr gewesen.

Als Vorsitzender des Informationskreises blickte Fendt-Geschäftsführer Peter J. Paffen auf das Krisenjahr 2010 zurück. Die wirtschaftlichen Einbrüche hätten dazu geführt, dass man Warnsignale stärker beachte. Wichtig sei für Unternehmer aber nicht Kaffeesatzleserei, sondern die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. «Dies ist die Verpflichtung der Unternehmer gegenüber der Stadt, der Gesellschaft und dem Staat», so Paffen.

Das Allgäu bezeichnete Paffen in wirtschaftlicher Hinsicht als internationale Gesellschaft. Denn neben Nestlé oder AGCO/Fendt gebe es hier viele weltweit agierende Unternehmen. Paffen sieht Deutschland auf dem Weg in eine kräftige Boomphase. Gute Unternehmen hätten sich dafür durch antizyklische Investitionen gerüstet.

Dass die Region ordentlich vorbereitet sei, zeige sich daran, dass wenige Monate nach der Krise schon wieder von Vollbeschäftigung und Arbeitskräftemangel gesprochen werde. Gerade im Geschäftsfeld der Ernährung, das Landwirte sowie Nestlé und Fendt in gleicher Weise beackern, sieht Paffen angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung gute Zukunftschancen.

Marktoberdorf und Biessenhofen im Standortwettbewerb vorn

Dass die Region in deutschlandweiten Vergleichen sehr gut dastehe, sieht Landrat Fleschhut vor allem als Verdienst der Unternehmer und ihrer Mitarbeiter. Fendt und Nestlé seien zwei Zugpferde für «einen ganz hervorragenden Standort».

Bei beiden Firmen gebe es «kluge Investitionen, wie sie noch nie da gewesen sind». Den Investitionen dieser Weltkonzerne lägen Analysen zugrunde, bei denen sich Marktoberdorf und Biessenhofen in einer globalen Konkurrenz durchgesetzt hätten. Wichtig sei auch die hohe Qualität der Mitarbeiter und ein Umfeld von vielen innovativen Betrieben. Die öffentliche Hand müsse ihre Hausaufgaben bei der Infrastruktur machen und weitere Projekte wie den B12-Ausbau, die Umgehung Marktoberdorf und eine weitere B12-Auffahrt vorantreiben.

Bürgermeister Werner Himmer ging auf wichtige Entwicklungen in Marktoberdorf ein. Ab März sollen bei Fendt die Bagger rollen, Bauwillige können ab Sommer in Leuterschach neue Bauplätze belegen, für die Innenstadt laufen viele Planungen. Himmer beklagte aber auch, dass die Zuschüsse vom Land für wichtige Investitionen immer spärlicher fließen.

Den musikalischen Part beim Stelldichein von Politik und Wirtschaft übernahm das Bläserensemble Marktoberdorf.

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