Bilanz
Investition in Klimaschutz zahlt sich für Stadt aus

Es klingt paradox, ist aber so: Energie zu sparen, kostet Geld. Eine ganze Menge davon nahm und nimmt die Stadt in die Hand, um ihre Gebäude energetisch auf Vordermann zu bringen. Das zahlt sich für sie aus. Der Wärmebedarf sei im vergangenen Jahr um rund 2,4 Millionen Kilowattstunden gesunken. Dabei entfielen allein auf das Hallenbad 800000 Kilowattstunden. Das entspreche einer Einsparung von insgesamt 20 Prozent, verkündete Stadtbaumeister Peter Münsch im Finanzausschuss. Der freute sich darüber und beriet, wie auch die Bevölkerung in Sachen Klimaschutz mit ins Boot geholt werden kann. Angesichts dessen, was Bund und Landkreis beim Klimaschutz in den kommenden Jahren erreichen wollen, sei die Stadt schon sehr weit, sagte Münsch. Trotz des langen und recht strengen Winters sei das Ergebnis so positiv ausgefallen. Eine weitere Verbesserung erwartet er, wenn die Sanierung der Hauptschule in der Bilanz dieses Jahres komplett zu Buche schlägt.

Nicht nur Peter Fendt (BP) lobte die Stadt für ihre Initiative, sondern vor allem auch Axel Maaß (Grüne): «Seit vielen Jahren wird in der Stadt viel im Energiebereich getan.» Er appellierte, in dieser Richtung noch aktiver zu werden. So mahnte er etwa ein städtisches Klimaschutzprogramm und ein Handlungskonzept an. Dazu bedürfe es allerdings des Rats externer Fachleute. «Es geht aber nicht nur um die Einsparungen bei der Stadt. Wir müssen auch die Bevölkerung dazuholen, damit sie aktiv wird», forderte Münsch, was Maaß begrüßte. Es gebe enorme Potenziale, doch müsse die Stadt den Anstoß geben.

Peter Grotz (Freie Wähler) sah Kommune und Bürger am Beispiel Fernwärme auf einem guten Weg. Viele Private und Firmen hätten sich angeschlossen oder ihr Interesse bekundet. Oberstes Ziel eines jeden sei es doch, Energie zu sparen, weil diese viel kostet.

Marktoberdorf sei in der glücklichen Lage gewesen, die Ausgaben in diesem Bereich schultern zu können, ergänzte Kämmerer Wolfgang Guggenmos. Denn viele Gemeinden, die wollten, könnten sich kostspielige Sanierungen nicht leisten.

Dass in der Vergangenheit der gute Wille durchaus vorhanden gewesen ist, die praktische Umsetzung aber nicht ganz glückte, zeigte sich bei der Haushaltsberatung. Einige Dachsanierungen sind darin aufgeführt, was CSU-Fraktionssprecher Eduard Gapp verwunderte. Die Erklärung war für Münsch simpel. Damals seien Dächer und Wände gedämmt worden.

Dabei sei aber nicht immer auf die richtige Belüftung der Gebäude geachtet worden. Feuchtigkeit konnte nicht entweichen und setze den Dachbalken zu.

Weitere Vertiefung

Wie die Stadt beim Klimaschutz weiter vorgehen kann, soll im Stadtentwicklungsausschuss vertieft werden, schlug Himmer vor. Voraussichtlich werde das Thema bereits in der Mai-Sitzung behandelt.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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