Sommer
In Marktoberdorf und Umgebung steht Wasser hoch im Kurs

Bei Temperaturen von über 30 Grad Celsius und sengender Sonne war es gestern schwül-heiß in Marktoberdorf. Wer draußen arbeiten musste, war nicht zu beneiden. Wie die sechs Bauarbeiter auf der Dauerbaustelle Bahnhofstraße.

Dort wurde trotz der Hitze ohne Unterlass gearbeitet. Extra Pausen oder hitzefrei - wie man es aus der Schule kennt - gibt es nicht, betonte ein Vorarbeiter der Firma Hubert Schmid. Die tapferen Arbeiter sind - geschützt mit Strohhütten und anderweitigen Kopfbedeckungen - der prallen Sonne ausgesetzt. Da hilft nur, viel zu trinken und bei Gelegenheit einen kurzen Abstecher in den Schatten zu machen.

Dass der Umsatz von Mineralwasser, Säften und antialkoholischen Erfrischungsgetränken zurzeit nach oben schnellt, bestätigt Markus Saller, Filialleiter des Getränkemarktes Ehrenreich. Wasserengpässe gebe es dennoch nicht. << Doppelt so viel Wasser >> wie im verregneten Juli verkaufe er nicht ganz, meint Saller, << aber wir verzeichnen einen ganz schönen Anstieg >>.

Apropos verregneter Juli: Auf höheren Sommerumsatz haben Getränkehändler und Brauereien schon seit Wochen gehofft - und wegen des ausbleibenden Sommers zunächst vergeblich. Aber zumindest jetzt sei die Grundtendenz ja positiv, erklärt Karin Siegert, Sprecherin des Allgäuer Brauhauses. << Die Biergärten sind abends voll >>, so Siegert. << Das schlägt sich sofort im höheren Bierumsatz nieder. >>

Auf ein abendliches Bier schwört auch Christoph Glaubitz aus Thalhofen. Obwohl er tagsüber zurzeit viel Wasser trinkt: Gleich drei Träger lud er gestern im Getränkemarkt auf.

Wie wichtig es ist, genug Flüssigkeit aufzunehmen, hebt auch Margarita Friedrich vom Sozial- und Betreuungsdienst im Marktoberdorfer Clemens-Kessler-Seniorenheim hervor. Zudem seien gerade alte Menschen bei der Hitze << generell >> müder. Im Heim werde speziell darauf geachtet, so Friedrich, dass Aktivitäten wie Spaziergänge vormittags stattfinden, Räume rechtzeitig abgedunkelt werden, damit die Hitze nicht ins Haus kommt und die Bewohner << leicht, luftige Sachen >> anziehen. << Viel trinken ist aber das A und O >>, betont sie.

Bei vielen Menschen darf das kühle Nass auch von außen kommen: Die Parkplätze der Ostallgäuer Seen sind voll von Badegästen, die sich erfrischen wollen. Eine ähnliche Wirkung hat ein kaltes Eis, wie es sich die kleine Olivia Menzel vor dem Eiscafé << Pinocchio >> schmecken lässt.

Ihr Lieblingseis Schokolade gehört - wie das Cookieeis - zu den beliebtesten Eissorten, so der Pächter Giuliano Borsoi. Dieser hat, wie er sagt, noch an das gute Wetter geglaubt. << Irgendwann wird es immer Sommer >>, sagt er schmunzelnd. Die Umsatzsteigerung der letzten Tage löst auch bei Borsoi Freude aus. (hkw, jkm)

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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