Jahresversammlung
Heimatverein dankt Emilie Eigler

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge blickte der Vorsitzende des Heimatvereins Marktoberdorf Hans Zacherl beim Jahresessen für die ehrenamtlichen Helfer auf das vergangene Jahr zurück. Einerseits hatten 2010 die Sonderausstellungen und besonderen Veranstaltungen insgesamt 3260 Besucher in das Stadtmuseum gelockt, andererseits gab Emilie Eigler, die kürzlich ihren 80. Geburtstag feierte, nach 17 Jahren die Leitung des Stadtmuseums ab.

Zacherl verglich die vielen ehrenamtlichen Museumshelfer mit einem großen Orchester: 17 Jahre lang, seitdem das Stadtmuseum im ehemaligen Martinsheim eingerichtet worden war, habe eine den Taktstock geschwungen und alle anderen hätten mitgemacht. Als erste Geige habe Emilie Eigler in ihrem Sohn Herbert rundum eine Stütze gefunden. Dank gebühre aber auch ihrem Ehemann, der ihr zuhause den Rücken frei gehalten habe.

In die Sonderausstellungen, deren Ideengeber und Motor sie stets war, habe sie oft eigenes Geld gesteckt, sagte Zacherl und überreichte ihr zum Dank einen Umschlag und ein von Sohn und Schwiegertochter eigens hierfür hergestelltes Fotobüchlein über die Sonderausstellungen des Stadtmuseums seit 1993.

Ludowika Huttner, Rosa Auger, Agathe Krissmer, Xaver Barnsteiner und Sofie Mangold, die altershalber ihr Ehrenamt als Museumsaufsicht niederlegten, überreichte er ebenfalls ein solches Fotobüchlein.

Zacherl dankte aber auch namentlich allen Helfern bei den Sonderausstellungen. Dann zeigte er auf, dass der Heimatverein von der Firma Blumen-Wolf seit Jahren Blumen für die Wendelinskapelle und Rosen für die Kräuterboschen gespendet bekommt. Peter Herbst unterstütze den Verein seit Jahren mit seinen Oberdorfer Bildern. Hans Pfefferle und Gustav Kleinemeier seien die Mechaniker für die Spöttlkrippe.

Dank der Mitwirkung von Jürgen Lehmann, Max Frei und Hans Kohl mit ihren Leihgaben seien die Sonderausstellungen «Ikonen» und «historische Musikinstrumente» und die derzeit noch laufende zur Geschichte von Post und Bahn sehr gut besucht worden.

Auch wenn der Taktstock jetzt übergegeben worden sei, bleibe das Orchester weiterhin bestehen, sagte Zacherl zu Katharina Mayer, der neuen städtischen Museumsfachkraft. «Wir werden uns alle bemühen, dass wir auch weiterhin eine gute Musik machen», bekräftigte er. Sie habe eine ganz harmonische und wohlklingende Mannschaft vorgefunden und freue sich auf gute Zusammenarbeit, antwortete Mayer. Sie werde sich bemühen, dass es auch weiterhin so gut laufe.

Fünfmal eine Eins

Auch Bürgermeister Werner Himmer blieb beim Orchestervergleich, als er sich im Namen der Stadt, des Stadtrats und auch persönlich bei Emilie Eigler bedankte. Dabei vergab er ihr fünfmal eine Eins für ihre Zuverlässigkeit und Sorgfalt, ihr Engagement, Wissen und ihre Freundlichkeit. Er sei überzeugt, dass Katharina Mayer keine Dirigentin sein werde, die nur die große Trommel schlage. Dem Gesamtorchester wünschte er viel Harmonie in Dur und möglichst wenig Dissonanzen und Mollakkorde. Bei den fünf scheidenden Museumsaufsichten bedankte er sich mit Süßigkeiten in einer Tontüte mit Stadtwappen, die später als Vase verwendet werden kann.

Auch Emilie Eigler bedankte sich namentlich bei den vielen Helfern, die sie all die Jahre bei ihrer Arbeit, insbesondere bei den Sonderausstellungen, unterstützten. Sie erinnerte an acht besondere Veranstaltungen im vergangenen Jahr wie Ikonenmalkurs und Vortrag über die Theologie des Bildes oder Volksliedersingen und historische Bläsermusik, zusätzlich zu den der Sonderausstellungen und der Museumsnacht.

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