Marktoberdorf
Handwerk, Kunst und Musik locken am Samstag zahlreiche Besucher in die Marktoberdorfer Stadtmitte

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'Nur rein in die gute Stube' hieß es im neu ausgestalteten Möbelzimmer des Stadtmuseums in Marktoberdorf. Die mechanische Krippe, die den Raum bisher dominierte, wurde hinter einer Trennwand 'versteckt' und soll zukünftig nur noch in der Adventszeit zu sehen sein. In dem Raum werden nun ausgesuchte Prachtstücke des Möbelbestands präsentiert, informierte die hauptamtliche Museumsleiterin der städtischen Museen, Katharina Maier. Wegen der derzeit laufenden, edv-basierten Inventarisierung des Museumsbestands gebe es heuer im Stadtmuseum keine Sonderausstellung, aber einen neuen Blick auf prachtvoll bemalte Schränke und geschichtsträchtige Möbelstücke.

Tief in den Uhrenbau eingetaucht

Zur Museumsnacht präsentierten sich die Marktoberdorfer Museen wieder einmal von ihrer Schokoladenseiten. Mit viel Herzblut haben Katharina Maier und die zahlreichen ehrenamtlichen 'Museumsmacher' der städtischen Museen wieder besondere Stücke in den Fokus gerückt, Vergangenes neu präsentiert und Erinnerungen wachgerufen: Uhrmachermeister Franz-Theo Hansen tauchte mit den Besuchern tief ein in die Geschichte des Uhrenbaus und erklärte die Bauweise der Museumsuhren. Im Riesengebirgsmuseum konnte man Fritz Hamatschek und Edi Pihusch bei Schnitzarbeiten über die Schulter schauen.

Filmvorführungen des Filmclubs erinnerten an Ereignisse der Stadtgeschichte seit der Stadterhebung und zeigten das Geltnachtal bei Bertoldshofen zu allen vier Jahreszeiten.

Jugendliche im Künstlerhaus

Im Heimatmuseum Hartmannhaus unterhielt Winfried Frischmann die zahlreichen Besucher nicht nur mit Geschichten aus dem Leben der alten Oberdorfer, sondern mittels eines – intakten – Koffergrammofons aus den 30er Jahren auch mit Tanzmusik von alten Schellack-Platten. Im Künstlerhaus war volles Haus und tolle Stimmung beim Liveauftritt von Marla (ohne Philipp Wiesner). Hier fühlte sich überwiegend die Jugend nachts im Museum wohl.

Für Kinder war an dem Abend eine ganze Menge geboten: In der Museumsbastelstube konnten sie kleine Filzanhänger und Naturdeko basteln. Hans Zacherl vom Heimatverein und seine Helfer gaben Hilfestellung beim Anfertigen von kleinen Vogelhäuschen. Im Paul-Röder-Museum schickte Katharina Maier den Nachwuchs mit einem Fragebogen zum Leben des Künstlers auf Entdeckungsreise.

Wer bei soviel Aktivitäten hungrig wurde, der war bei den Römerfreunden im Eingangsbereich gut aufgehoben: Dort konnte er sich an Bollus Legionarus (Fleischbällchen) und an Celleria Gladiatori (Kartoffelpüree mit Sellerie) laben. Lediglich die Demonstration des alten Schmiede- und Schlosserhandwerks fiel dem schlechten Wetter zum Opfer. Einen spannenden Abschluss fand die Museumsnacht mit einem Sagen- und Gruselrundgang, zu dem Herbert Eigler Kinder und Erwachsene auf die Buchel führte.

Sie hörten nicht nur Geschichten im nächtlichen Wald, sondern begegneten sogar dem Buchelgeist und hörten den Rübezahl toben. Beschäftigung mit Vergangenheit bringt Spaß und bereichert die Gegenwart – davon zeugen die vielen Besucher der Museumsnacht.

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