Beratung
Gemeinderat Wald hält Zusammenarbeit mit Marktoberdorf und Lengenwang für denkbar

Das Thema Windenergie beschäftigte die Gemeinde Wald auch in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Sie war vom regionalen Planungsverband Allgäu um Stellungnahme gebeten worden, wo im Gemeindegebiet ein oder mehrere Vorranggebiete für Windkraftanlagen festgeschrieben werden könnten.

Der Gemeinderat konsultierte den Windatlas und stellte fest, dass sich dort lediglich im Grenzbereich zu den Nachbargemeinden Lengenwang und Marktoberdorf eine Fläche befindet, welche ausreichende Windhäufigkeit verspricht und ausreichend weit von Wohnbebauung entfernt ist.

Diese Fläche böte sich für gemeinsame Projekte aller drei Gemeinden an, hieß es. Weitere Flächen im Gemeindegebiet wurden ausgeschlossen.

Dass es auch am ausgewählten Ort schwierig sein könnte, eine wirtschaftlich arbeitende Windkraftanlage zu errichten, ergab ein Kurzvortrag von Gemeinderat Erwin Pfefferle, der von einer Tagung in Wildpoldsried berichtete.

Um die Standorttauglichkeit festzustellen, seien umfangreiche und kostspielige Messungen notwendig. Falls sich der Untergrund oder die Zufahrt als schwierig herausstellen, könnten dafür hohe Kosten anfallen, welche die Rendite schmälern.

Auch der Naturschutz habe ein gewichtiges Wort mitzusprechen. Ein Wartungsvertrag müsse abgeschlossen und ein Rechtsanwalt mit ins Boot genommen werden. Ein Zuhörer in der Sitzung wies zudem darauf hin, dass in der Nähe der Fläche der Rote Milan vorkomme, was zu einer Ablehnung aus Gründen des Naturschutzes führen könnte.

Grundstücke getauscht

Bürgermeister Josef Ampßler informierte darüber, dass der 'Freiwillige Landtausch Wald 2' im Bereich Wies/Holzmanns/Stechele nun unter Dach und Fach sei.

Aufgrund der Initiative eines Landwirts hatte das Projekt im April 2008 mit einer Vorbesprechung begonnen, letztendlich hatten sich sechs Landwirte und die Gemeinde daran beteiligt.

Kleine und ungünstig zugeschnittene Grundstücke wurden zusammengelegt, neu vermessen und so getauscht, dass alle Beteiligten durch Vorteile bei der Bewirtschaftung profitieren. Insgesamt erstreckte sich der Flächentausch auf 66,5 Hektar.

Allein die Gemeinde hat rund 8000 Quadratmeter Grund abgegeben. Dabei handelte es sich um gemeindliche Wege, die in der Natur gar nicht mehr vorhanden waren und den umgebenden Grundstücken zugeschlagen wurden.

Der Flächentausch lief über das Amt für ländliche Entwicklung. Kosten für die Vermessung sind für die Teilnehmer nicht angefallen. Mit dem Ergebnis sind alle zufrieden, freute sich der Bürgermeister.

Wasserwacht wird aufgelöst

Mit Bedauern teilte Ampßler mit, dass die Wasserwachtstelle Wald aus Mangel an Nachwuchs aufgelöst wird. Ebenfalls mit Bedauern, aber auch mit Verständnis, nahm er die Kündigung des Seniorenbeauftragten Mathias Boos entgegen.

Der Senior unter den Gemeinderäten erklärte, dass er durch viele andere, meist technisch bedingte Ehrenämter so beschäftigt sei, dass er sich um diese ganz anders geartete Aufgabe nicht genügend kümmern könne. Nun wird ein Nachfolger gesucht.

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