Gemeinderat
Gemeinderat Bernbeuren verabschiedet Haushalt

Welche freiwilligen Ausgaben, beispielsweise in den Bereichen Tourismus, Kultur oder Sport, sich die Gemeinde Bernbeuren in den nächsten Jahren leisten will, sollte vom Gemeinderat genau auf den Prüfstand gestellt werden. Diese klare Aussage machte Kämmerer Florian Budschied vor dem Gremium bei der Erläuterung des Haushaltsplanes für das Jahr 2012. Zwar sei der vorliegende Plan in seiner Aufstellung beim Landratsamt genehmigungsfähig, wegen notwendiger Investitionen beim Hochwasserschutz, der Kinderkrippe und dem Kindergarten sei ein eindeutiger Sparkurs in nächster Zeit jedoch höchst empfehlenswert.

Schulden: rund 1,6 Mio. Euro, Gesamtetat: 3,5 Mio. Euro

Rückzahlungen und die Erledigungen anstehender Aufgaben belasten den Gemeindehaushalt nicht nur im laufenden, sondern auch in den Folgejahren, so der Kämmerer weiter. Zudem stehen im kommenden Jahr Ausgaben von einer halben Million Euro für den Hochwasserschutz an, bis 2015 kommt noch eine gute Million dazu.

Bei der Erläuterung einer Reihe von größeren Investitionen des laufenden Haushaltsjahres machte Budschied eindeutig klar, dass der finanzielle Spielraum der Gemeinde stark beeinträchtigt ist.

Der voraussichtliche Schuldenstand werde sich am Ende des Jahres bei rund 1,6 Millionen Euro einstellen, eine Erhöhung der Steuern wäre zwar sinnvoll, sei aber angesichts der bestehenden Hebesätze von 380 Prozentpunkten kaum mehr zu vertreten, so der Kämmerer weiter. Insgesamt umfasst der Haushalt in den Einnahmen und Ausgaben eine Summe von rund 3,5 Mio. Euro.

Trotz dieser Tatsachen hatte sich der Gemeinderat mit Anschaffungen von Geräten und eines Fahrzeugs für den Bauhof zu beschäftigen. Ausgehend von der Beratung über die Haushaltslage kam es dabei zu heftigen Debatten und Überlegungen.

Angeschafft werden sollten ein Transportfahrzeug mit Anhänger für rund 20 000 Euro, ein Thermofass für etwa 10 000 Euro, ein Anhänger für den Unimog sowie Absperrvorrichtungen für Baustelleneinrichtungen.

So wurde teilweise lang überlegt und über Varianten debattiert, um so zu möglichst großen Einsparungen zu kommen. Ob das sowieso bereits bestellte Transportfahrzeug unbedingt eine Klimaanlage benötige oder wie ein Hänger dimensioniert sein sollte, waren dabei einige Punkte, die ausführlich diskutiert wurden.

Es dauerte zwar lange, doch für den Kämmerer erfüllte sich der Wunsch nach den genauen Überlegungen, die der Gemeinderat künftig vor Ausgaben zu machen habe. Denn, so Budschied, das Landratsamt dränge vehement darauf, dass 'die Kommunen ihre dauerhafte Leistungsfähigkeit erhalten'.

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