Gemeinderatssitzung
Gemeinde Bidingen auf Sparkurs

Die angespannte Haushaltslage der Gemeinde Bidingen gibt keinen großen Spielraum für zusätzliche Investitionen. Das von der Gemeinde geplante Windrad trägt sich durch seine Einspeisevergütung selbst und wird in den Jahren 2014 und 2015 mit seinen Einnahmen zum Haushaltsausgleich beitragen. Somit war der Grundtenor der jüngsten Gemeinderatssitzung mit Beschlussfassung des Haushalts der weitere Sparkurs sowie der Schuldenabbau.

520 000 Euro aus der Einkommenssteuerbeteiligung

Die Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft Biessenhofen, Angela Unger, erläuterte dem Gemeinderat detailliert die Haushaltsplanung. Um die Einnahmesituation zu verbessern, wurden bereits 2011 die Steuerhebesätze erhöht. Für das laufende Jahr sind Einnahmen aus der Grundsteuer A von 59 000 Euro, aus der Grundsteuer B von 115 000 Euro und aus der Gewerbesteuer von 110 000 Euro angesetzt. Aus der Einkommenssteuerbeteiligung sind 520 000 Euro zu erwarten.

Da im Jahr 2012 die Abwasserbeseitigung wieder im Gemeindehaushalt und nicht mehr dem bereits aufgelösten Kommunalunternehmen eingegliedert ist, steigen auch die Personalkosten (Ansatz 241 000 Euro) sowie die Höhe der Darlehen. Im Gegenzug fällt die Betriebskostenumlage an das Kommunalunternehmen weg.

Die Steigerung der Personalkosten beinhaltet auch die Mehrkosten bezüglich der Freistellungsphase der Altersteilzeit zweier Mitarbeiter, die aber zum Teil durch Zuschüsse von der Agentur für Arbeit ausgeglichen werden.

Umlagen für Kreis, VG und Hochwasserschutz

Einen großen Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt stellen die Umlagen dar. Sie setzen sich zusammen aus der Kreisumlage (456 000 Euro), der Umlage der Verwaltungsgemeinschaft (150 000 Euro), der Schulverbandsumlage (53 500 Euro) sowie der Umlage an den Zweckverband Hochwasserschutz Gennach-Hühnerbach (35 200). Im Vermögenshaushalt sind für die Aufbringung der Deckschicht im Baugebiet Mittelweg 38 000 Euro und für die Ortsdurchfahrt Bidingen und Bernbach als Zahlungen an den Landkreis 50 000 Euro vorgesehen.

3,5 Millionen Euro für Windrad veranschlagt

Mit rund 3,5 Millionen Euro findet sich der Bau des Windrades als dominierende Ausgabe im Haushalt. Dies entspricht einem Anteil von 75 Prozent an den Gesamtkosten inklusiv Planung und Erschließung in Höhe von 4,7 Millionen Euro. Mittels Zweckvereinbarung wird die benachbarte Gemeinde Ingenried mit 25 Prozent beteiligt. Nach Ende der Ausschreibung der Baumaßnahme voraussichtlich Ende Mai wird mit dem Baubeginn im Sommer dieses Jahres und einer Inbetriebnahme im April 2013 gerechnet.

42 000 Euro Kreditaufnahme vorgesehen

Im Finanzplanungsjahr 2013 wird die Gemeinde Bidingen einen Kredit in Höhe von circa 42 000 Euro zum Haushaltsausgleich benötigen. In den beiden darauf folgenden Jahren wird aber der Haushaltsausgleich durch die geplante Einnahme aus der Einspeisevergütung des Windradbetriebes erreicht und ein rechnerischer Überschuss in Höhe von rund 110 000 Euro entsteht. Dieser soll auch in den Folgejahren zum Schuldenabbau beitragen.

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