Tiere
Gefiederte Frühlingsboten kommen - die ersten Zugvögel sind im Allgäu

Auch wenn es jetzt noch einmal kälter werden sollte - der Frühling ist da. Das merkt man am lauteren Vogelgezwitscher und an der sichtlichen Zunahme der Vogelschar. Jetzt brauchen die Zugvögel aus den Mittelmeergebieten und Nordafrika Energiefutter.

Zwischen den Monaten Februar und Mai kommen unsere Zugvögel wieder aus ihren fernen Winterquartieren zurück. Vor allem die Vogelarten, die den Winter über im Mittelmeergebiet oder in Nordafrika verbracht haben, sind bereits wieder in ihren angestammten Allgäuer Brutgebieten eingetroffen. In Ebenhofen wurden die ersten Stare an den Futterstellen gesichtet. Ihre Gesänge und Rufe begrüßen uns nun oft schon am frühen Morgen.

Zu diesen sogenannten Kurzstreckenziehern gehören Star, Feldlerche, Singdrossel, Zilpzalp, Hausrotschwanz, Kiebitz, Großer Brachvogel und Rotmilan. In der Feldflur kann man wieder manch imposante Balzflüge bewundern.

Langstreckenzieher

Die nächste Rückkehrerwelle ist bereits im Anflug. Es sind die 'Langstreckenzieher', deren Überwinterungsgebiete bis in Zentral- oder Südafrika liegen. Sie werden in den kommenden Tagen und Wochen eintreffen. Naturfreunde erwarten sie schon mit Spannung – und manchmal auch mit Zukunftssorgen. Der Klimawandel und Lebensraumzerstörungen in den Brut- und Überwinterungsgebieten bringen vieles ins Wanken. Neue Siedlungen und Verkehrswege, großflächige landwirtschaftliche Monokulturen sowie der Klimawandel beeinträchtigen den Lebensraum unserer gefiederten Freunde und erschweren ihre Nahrungssuche.

Im April kommen nun auch noch die Rauch- und Mehlschwalben, die Grasmücken und die Uferschwalben zurück ins Voralpenland. Als letzte Zugvögel treffen im Mai schließlich die pfeilschnellen Mauersegler, die Rohrsänger, Neuntöter, Wachteln und der im Volksmund auch 'Pfingstvogel' genannte Pirol bei uns ein.

Energiefutter

Vogelexperte Prof. Dr. Peter Berthold rät trotz offener Feld- und Wiesenflächen jetzt zur Fütterung. 'Um die Artenvielfalt zu sichern, müssen wir über private Futterstellen wild lebende Vögel unterstützen, und dies nicht nur bei geschlossener Schneedecke. Zugvögel die aus ihrem Winterquartier zurückkehren, benötigen besonders viel Energie für den Nestbau und die Aufzucht der Jungen.'

Geeignet ist energiereiches Fett- und Weichfutter mit hohem Nährwert und Ölgehalt bis hin zu gehackten Erdnüssen und Sonnenblumenkernen sowie praktische Futterhäuser und –spender. Neben dem speziellen Vogelfutter liefern die Früchte von Eberesche und Kornelkirsche oder getrockneten, nicht geschwefelten Weinbeeren wichtige Vitamine und Nährstoffe.

Autor:

Redaktion extra aus Kempten

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by Gogol Publishing 2002-2019